T-Shirt Freebook

Mein liebstes Freebook

Die besten Dinge im Leben… gibt’s manchmal umsonst! Ich habe mein Herz verloren an einen T-Shirt-Schnitt. Und das ist nicht irgendein besonderer, mit vielen aufregenden Details – nein, es ist einfach ein Basic T-Shirt Schnitt. Aber er sitzt wie angegossen. Und das beste daran: Es ist ein gratis Freebook!

Freebook T-Shirt nähen
Polka Dots gehen immer!

Es war der erste T-Shirt Schnitt, den ich ausprobiert habe und es ist immer noch der, den ich am meisten nutze. Ich habe inzwischen zig Versionen genäht – mit kurzen Ärmeln, langen Ärmeln, Bündchen… ein paar davon möchte ich euch heute zeigen!

Freebook T-Shirt nähen
Eine Auswahl meiner Shirts, die ich nach dem gratis T-Shirt Schnittmuster vom Peppermint Magazine genäht habe.

Kurz vorgestellt habe ich mein Lieblingsshirt schon in meinem Beitrag über meine selbstgenähte Urlaubsgarderobe – denn natürlich durfte ein super bequemes T-Shirt in den Ferien in Schweden nicht fehlen!

Der Schnitt
T-Shirt nähen Freebook
Hallo, Lieblingsshirt!
T-Shirt nähen für Damen
Meine neueste Version ist aus gepunkteten Punta di Roma und hat zusätzlich Bündchen an den Ärmeln.
T-Shirt Freebook Frauen
Und hier die Rückseite des Shirts.

Es handelt sich um ein Basic Jersey T-Shirt ohne aufregende Details oder Firlefanz: Das Jersey Top vom Peppermint Magazine (in der Sewing School gibt es viele tolle kostenlose Schnittmuster, z.B. habe ich auch den Vintage-Style Skirt nachgenäht). Mit 3/4 Ärmeln und einem Kragen mit Bündchen. Das wars. Aber er sitzt perfekt!

Mit dem Schnitt umschmeichelt der Jersey meinen Körper wie eine zweite Haut, betont da, wo betont werden soll und verzeiht gnädig das Hüftgold. Das lässt viel Spielraum für tolle und wilde Stoff-Kombinationen! Im Designbeispiel wird ein schräg gestreifter Jersey mit marineblauen Ärmeln kombiniert.

Meine Nähanfänge

Vor circa 1,5 Jahren habe ich das erste Mal mit Jersey genäht. Ich hatte Riesen-Respekt davor, denn ich habe lange gedacht, dass ich unbedingt richtig gut nähen muss und eine Overlock brauche, um mit dem dehnbaren Material zu nähen. Tja, falsch gedacht. Irgendwann fasste ich mir ein Herz, bestellte eine Jersey-Nadel und nähte los – an meiner alten Singer mit Zickzackstich.

Die ersten Stücke, die ich hervorbrachte, waren alles andere als sehenswert. Deshalb war es mir auch so wichtig, für den Anfang kostenlose Schnittmuster zu benutzen (auch so ist Nähen ja nicht unbedingt ein günstiges Hobby). Aber mit dem T-Shirt Freebook habe ich direkt einen richtig guten Fang gemacht. Ich fand die englische Anleitung super verständlich und konnte so meine Skills im Jersey nähen ausbauen, z.B. indem ich das erste mal Ärmel einnähte.

Jersey Top Freebook: Ein Klassiker in meinem Kleiderschrank
T-Shirt nähen Ringel
Meine Versionen mit Streifen: Das linke besteht aus einem alten T-Shirt meines Freundes, sehr praktisch, da man Säume einfach übernehmen kann.

Mit der Zeit sind meine T-Shirts immer besser geworden. Vielleicht liegt es daran, dass ich immer nur mit dem selben Schnitt übe? Inzwischen habe ich sechs verschiedene Versionen genäht: mit Punkten, Streifen, aus Tiermotiv-Stoffen und aus alten, mir viel zu groß geratenen Shirts geupcycelte. Ich variiere die Ärmellänge und gebe manchmal am Saum einige Zentimeter hinzu.

T-Shirt Upcycling
Links: Aus einem alten T-Shirt meiner Mama geupcycelt und mit tropisch-gemusterten Bündchen versehen; rechts: aus Simply Swans von Hamburger Liebe.

Ich kann also quasi jeden Tag in der Woche blind in den Kleiderschrank greifen und habe mit dem Shirt nach dem Freebook immer ein Teil parat, was gut sitzt und zu Jeans in schwarz oder blau perfekt passt. (Selbstgenähter) Cadigan drüber, fertig ist das Outfit.

T-Shirt nähen Frauen gratis Schnittmuster
Die Punkte-Shirts sind meine Favoriten und werden am meisten getragen.

Shirt Polka Dots

Wie geht es euch? Kennt ihr den Schnitt schon und mögt ihn auch so sehr wie ich? Und was sind eure Evergreen-Schnittmuster, die ihr wieder und wieder näht?

 

Schnitt:  Jersey Top vom Peppermint Magazine 

Verlinkt bei: Kostenlose Schnittmuster Linkparty

Latzkleid Cleo nähen

Latzkleid Cleo im September

Bereits zum fünften Mal mache ich bei der #12coloursofhandmade-Fashion Challenge mit, aber noch nie ist es mir so schwer gefallen, mich für ein Projekt zu entscheiden! Nach langem Überlegen habe ich diesen Monat ein Latzkleid von Tilly and the Buttons genäht: Vorhang auf für Cleo!

Tilly and the Buttons Cleo dress
Ente, Ente, Ente, Gans – zufrieden!
Cleo von Tilly and the Buttons

Ich mag die Schnitte von Tilly and the Buttons sehr gern! Ich habe bereits öfter geschrieben, dass ich meine allerersten Projekte überhaupt aus ihrem ersten Buch Liebe auf den ersten Stich habe. Und inzwischen habe ich mich fast ganz durchgenäht mit der Bluse Mimi in blau und türkis, dem Rock Clémence und dem Kleid Lilou!

Doch als vor einer ganzen Weile der Schnitt „Cleo“ als dungaree dress (Jeans-Latzkleid) oder pinafore dress (Latzkleid) erschien, konnte ich mich nicht damit anfreunden. Er schien mir einfach… zu kindlich. Zum Glück bin ich nochmal in mich gegangen!

Cleo und Karo

Es war der Stoff, der mich schließlich überzeugte. Ich konnte den wunderbar karierten Wollstoff mit Entenprint zum absoluten Schnäppchenpreis bei eBay ergattern und überlegte mir fortan, was ich daraus nähen sollte. Ich war mir unsicher und zudem war es im Sommer zu warm für Wollstoffe, so dass ich das Projekt auf den Herbst verschob. Doch dann kam der September, damit auch die Farbe orange für die #12coloursofhandmadefashion-Challenge und nachdem ich erst ernsthaft überlegt hatte, doch ein Mal auszusetzen, fiel mir mein karierter Entenstoff wieder ein. Ha, die Entchen waren orange!

Wollstoff kariert
Enten und Karo? Aber klaro!

Zunächst liebäugelte ich mit einem Faltenrock, doch ich hatte erst letzten Monat einen genäht und wollte nicht, dass die Vögel nicht mehr zu erkennen sein würden. Und dann kam die Eingebung – ein Latzkleid sollte es sein!

Zeitreise mit Cleo

Mit dem karierten Cleo-Kleid begebe ich mich zurück in die Vergangenheit – denn ich hatte schonmal ein kariertes Latzkleid! Es ist stolze 21 Jahre her, ich war also noch ein Kind, und trug das Kleid zu einer ganz besonderen Gelegenheit, dem 90. Geburtstag von meiner Uroma. Sie ist übrigens 99 geworden und ich mochte sie und die Geschichten, die sie mir erzählte, sehr. Heute bewundere ich die Stärke, den Humor und den Optimismus, die sie immer bewährt hat. Das Kleid ist also eine kleine Hommage an meine Uroma und ich freue mich, jedes Mal an sie zu denken, wenn ich es trage.

Latzkleid nähen

Das Kleid Cleo zu nähen war übrigens ziemlich einfach. Es ist auch als Beginner-Schnitt eingestuft – kein Wunder, da es keine Abnäher, Reißverschlüsse oder schwierige Raffungen beinhaltet. Insgesamt müssen nur 6 Teile ausgeschnitten werden und die Anleitung ist wie bei allen Tilly and the Buttons-Schnitten tadellos. Also konnte ich einen Sonntagnachmittag damit verbringen, zu kleben, zu schneiden, zu bügeln und zu nähen.

Ich habe einige sehr wenige Änderungen vorgenommen. Am auffälligsten ist vielleicht, dass ich das Vorderteil des Kleides aus einem Stück genäht habe. Da ich keinen Muster-Wirrwarr mit den Karos und den Enten vorne auf meiner Cleo haben wollte, habe ich einfach die 1,5 cm Nachtzugabe des Vorderteils weggeschnitten und es so in den Stoffbruch gelegt. Natürlich habe ich dementsprechend auch die Ziernähte an der Vorderseite weggelassen.

Beim Wenden der Träger habe ich mich übrigens sehr gefreut, ein Wende-Set zu besitzen! Das habe ich mir zugelegt, nachdem ich beim Wenden einer selbstgenähten Fliege einmal schier verzweifelt bin. Das Werkzeug ist tatsächlich recht primitiv, aber easy-peasy in der Handhabe und ein unverzichtbarer Helfer geworden.

Oversize-und Lagen-Look

Der Schnitt war für mich zunächst gewöhnungsbedürftig, da das Kleid sehr weit – um nicht zu sagen „sackig“ – fällt. Ich nähe sonst lieber Kleidung, die die Figur betont.  Doch jetzt ist schließlich ohnehin Herbst und bald verschwindet alles unter dicken, gefütterten Jacken. So kombiniere ich das Latzkleid Cleo mit einer dicken Strumpfhose und einem grauen Shirt und es gefällt mir ganz gut. Vielleicht führe ich Cleo ja sogar mal ins Büro aus?

Kleid Cleo nähen
Ich hab mir Enten vor den Latz geknallt…
Latzkleid Träger nähen
Hier passt nicht alles hundertprozentig: Ich habe mir Mühe gegeben, damit die Karos sich treffen, aber mit den Enten hat es nicht funktioniert. Was mir gefällt: Die Träger.
Damen Latzkleid nähen
Cleo wirft sich in Pose

Wie gefällt euch mein Latzkleid? Habt ihr auch schonmal eines genäht oder findet ihr, dass das nur etwas für Kinder ist?

 

Schnitt: Latzkleid von Tilly and the Buttons

Stoff: Wollstoff-Schnäppchen bei eBay

 

Verlinkt: #12coloursofhandmadefashion bei Tweed & Greet, MemadeMittwoch

Socken nähen: Sockenliebe vs. Ringelprinz

Ran an die Reste: Socken nähen

Ich liebe bunte und verrückte Socken! Daher war es nur eine Frage der Zeit, ehe ich selbst Socken nähen würde. Ich habe die Schnittmuster „Sockenliebe“ und „Ringelprinz“ ausprobiert und verglichen.

Eigentlich  habe ich hässliche Füße. Daher hätte ich auch nie gedacht, dass ich sie auf dem Blog zur Schau stellen würde. Aber plötzlich erfasst die Näh-Community der Socken-Hype! Vielleicht liegt die Popularität am kommenden Herbst oder daran, dass so viele gerne auch den allerkleinsten Stofffetzen noch verwenden. Jedenfalls ist er da und es war klar, dass ich auf den Trend aufspringen und selbst Socken nähen würde. Und diese dann auch auf dem Blog zeigen – also meine Füße präsentieren! Die krummen Zehen sieht man in den Socken glücklicherweise nicht. Den Hallus Valgus schon. Tja, da müsst ihr durch.

Socken selber nähen
Links Sockenliebe, rechts Ringelprinz. Die Flecken sind Regentropfen, denn inmitten des Shootings fing es an zu schütten und wir mussten auf Omas hübschen Terrazzo-Boden als Location ausweichen.

Socken-Schnittmuster im Vergleich

Zwei Schnittmuster sind zur Zeit populär: Das Freebook „Sockenliebe“ von Cherry Picking und die Neuerscheinung „Ringelprinz(essin)“ von Hilli Hiltrud. Ich habe beide Schnittmuster ausprobiert, vergleiche sie miteinander und zeige euch hier die Ergebnisse.

Freebook „Sockenliebe“ von Cherry Picking nähen

Einen Pluspunkt gibt’s natürlich erst einmal dafür, dass die Anleitung und der Schnitt kostenlos sind! Auf nur zwei DIN A4 Seiten ist alles fix ausgedruckt und schnell vorbereitet. Den Stoff habe ich mir von verschiedenen T-Shirts, die bereits reif für den Altkleidercontainer waren, zusammengesucht. Das ist eine schöne Möglichkeit zum Upcycling.

Freebook Sockenliebe
Meine Sockenliebe-Socken bestehen aus drei unterschiedlichen Stoff-Resten.
– Die  Anleitung

Die Anleitung ist sehr knapp gehalten. Wer noch nie zuvor Socken genäht hat, muss erst einmal grübeln! Auch, dass es nur ein Bild von den Socken (und das in Pumps) gibt, erschwert das Nähen, da man keine Vergleichsmöglichkeiten hat. Ehe ich verstanden habe, dass die Ferse  mithilfe von Kellerfalten genäht wird und ob ich diese auf der rechten oder linken Seite der Sohle machen soll, ist einige Zeit vergangen.

– Das Nähen

Ich habe die Socken an der normalen Nähmaschine genäht und nicht an der Overlock, da ich das mit den vielen Rundungen gar nicht so einfach finde. Da ich faul bin und auch keine Lust auf störende Nähte habe, habe ich nichts versäubert. Die verschiedenen Teile sind groß genug, um gut damit zu arbeiten.

– Passform

Die Ferse passt gut in die Kellerfalten, angezogen sieht der Socken ganz hübsch aus. Was mir nicht gefällt: Auf der Oberseite des Sockens bilden sich Falten. Auch das Bündchen bildet keinen geraden Abschluss.

Sockenliebe nähen
Hier gut erkennbar: Graue Sohle und Fersenfalte.
Sockenliebe Cherry Picking
Aber hallo, Farbe!
– Tragekomfort

Da ich die Nähte nicht extra versäubert habe, stören sie auch nicht. Die Socken bleiben auch mit Schuhen beim Gehen da, wo sie sollen. Mit Schuhen bilden die verschiedenfarbigen Schnitteile bei mir einen witzigen Kontrast, jedoch kann man auch hier die Falten erkennen.

„Ringelprinz“ von Hilli Hiltrud nähen

Das Socken-Schnittmuster von Hili Hiltrud gibt’s gleich in drei verschiedenen Versionen: Als Strumpf, Sneakersocke und Sneakersocke mit höherer Ferse. Bereits auf den Bildern im eBook kann man erkennen, dass die langen Strümpfe im Knöchelbereich oben Falten schlagen, daher habe ich mich gegen sie entschieden. Die Sneakersocken hingegen fand ich spannend. Nachdem ich erst die reguläre Sneakerversion getestet und festgestellt habe, dass die an meinen Füßen herunterrutscht, nähte ich die Sneakersocken mit der höheren Ferse.

Besonders mag ich auch ihre Idee, die Sockensohle aus Sweatstoff-Resten zu nähen! Das ist richtig kuschelig für jemanden wie mich, der ständig kalte Füße hat.

Das Schnittmuster besteht aus vier DIN A4-Blättern, die zunächst zusammengeklebt werden müssen.

Socken Hilli Hiltrud nähen
Regennasse Sneaker-Socken.
–  Die Anleitung

Gut bebildert und ausführlich. Es fehlt jedoch ein Bild-Beispiel zum Nähen der Sneakerversion mit der höheren Ferse.

– Das Nähen

Auch hier habe ich mich nicht an die Overlock getraut. Die Sneakersocken bestehen aus vier Teilen, von denen drei relativ klein sind. Ich hatte Schwierigkeiten, die Sockenteile gut festzustecken. Fast einen Krampf bekommen habe ich beim Bündchen annähen, da der Sockenteil, an den der Bund genäht werden muss, an einer Stelle sehr schmal ist (hier einmal ein großes Lob an alle von euch die für Kleinkinder nähen: Ich würde durchdrehen, wenn ich ständig mit solchen Friemelarbeiten zu tun hätte). Versäubert habe ich auch beim Ringelprinz nichts.

– Passform

Wenn sie erst einmal genäht sind, passen die Socken prima. Nirgendwo sind Falten. In der Ferse sitzen die Socken sehr gut.

Ringelprinz Socken nähen
Die dunkle Sohle aus Sweatshirt gefällt mir besonders. Einziger Nachteil: Dalmatiner-Haare sind darauf sehr gut zu sehen.
– Tragekomfort

Nichts drückt, und alles bleibt beim Tragen dort, wo es sein soll. Aufgrund der Sneakersockenlänge sieht man die Söckchen in Schuhen gar nicht.

Socken nähen: Fazit

Wenn Menschen aus der Näh-Community behaupten, sie hätten 15 Paar Socken in einer Stunde genäht, kann ich das kaum glauben. Ich finde es gar nicht so einfach, mit den vielen kleinen Teilen zu hantieren. Besonders an der Overlock! Daher brauchen auch die beiden vorgestellten Schnittmuster ihre Zeit. Besonders der „Ringelprinz“ dauert mit seinen klitzekleinen Schnitteilen – dafür bin ich von der Passform aber auch wirklich überzeugt. Die „Sockenliebe“ hingegen sitzt, finde ich, nicht ganz so gut. Dennoch ist das Freebook eine gute Lösung, wenn man das Socken nähen ersteinmal ausprobieren möchte. Beide Schnittmuster eignen sich hervorragend, um noch die kleinsten Jersey-Reste zu verwerten (meine Schwester hat sich übrigens zur Resteverwertung Unterwäsche ausgesucht).

Und ihr? Habt ihr auch schon einmal Socken genäht? Die schrillsten Reste-Kombinationen ausprobiert? Und welcher Schnitt gefällt euch besser?

 

Schnitt:  Freebook „Sockenliebe“ von Cherry Picking und  „Ringelprinz(essin)“ von Hilli Hiltrud

Stoff: diverse Jersey-Reste aus alten T-Shirts, Sweatstoff-Rest

 

Verlinkt bei: Me Made Mittwoch, Stoffreste-Linkparty , Kostenlose Schnittmuster Linkparty  

 

 

 

Selbst genähtes für untendrunter

Mittlerweile kaufe ich fast gar keine Kleidung mehr im Laden, eine Ausnahmen machen da Schlüppis und Socken – bis jetzt, denn ich hab mich an Unterwäsche getraut.

Kennt ihr die wünderschönen Unterwäscheschnittmuster von Evie la Luve? Ich hab mir ihren Schnitt Esme abgeguckt und selber aus dem Freebook Eve von Pattydoo einen „eigenen Schnitt für die Esme gebastelt. Dabei war mir das Nähvideo für die Esme und insbesondere ihre Abwandlung eine große Hilfe.

Ausgetobt mit wilden Mustern

Als erstes hab ich aber natürlich die Eve ausprobiert. Auch für die Eve gibt es ein Nähvideo in dem ein wirklich guter Tipp, nämlich das Aufrollen von Vorder- und Hinterteil zum Einnähen des Zwickels, gezeigt wird. Beim Nähen war ich ganz erstaunt, wie schnell so ein Schlüppi genäht ist, innerhalb von nicht einmal einer halben Stunde hat man einen niegel-nagel-neuen Schlüppi in den wildesten Mustern vor sich liegen. Neben dem neuen witzigen Kleidungsstück hat das Nähen von „kleinen“ Dingen, wie Unterhosen, Socken und ähnlichem Firlefanz noch einen weiteren Vorteil – der Resteberg wird kleiner. Bei mir haben sich in ca. 2 Jahren aktivem Nähen mittlerweile drei Kisten  à 45l angesammelt und ich kann immernoch nicht aufhören Stoffe zu kaufen, geschweige denn mich dazu überwinden kleine, und damit meine ich wirklich kleine, Stoffreste zu entsorgen.

Meine Probe-Eve ist aus einem der wohl witzigsten Stoffe, die ich je verarbeitet habe, einem mintgrünen Jersey mit kindlichem Katzenmuster, aus dem ich zu Weihnachten eine Snugglehose genäht und verschenkt habe – den Stoff hat sie sich selbst ausgesucht. Was macht man also mit den Resten – richtig, man näht ein Paar Unterhosen und wer hier genau hinsieht entdeckt vielleicht auch den Fehler, den ich begangen habe.

Katzenschlüppi Eve inklusive Nähfehler

Die Eve hab ich in Größe 38 [HU ~100cm] genäht. Beim ersten Anprobieren passte sie super, aber je länger ich sie getragen hab, desto weiter wurde sie. Die nächste kommt dann mindestens eine, wenn nicht sogar zwei Nummern kleiner. Allerdings ist der Allerwerteste mit der Eve ein wenig knapp eingepackt, das stört mich aber herzlich wenig.

Spitzenschlüppi selbstgemacht

Jetzt aber zu meinen Abwandlungen. Die Esme von Evie la Luve hat keinen extra angenähten Zwickel sondern besteht aus einem Stück mit Verstärkung Innen, also hab ich den Zwickel von der Eve an das Vorderteil gebastelt um diesen Effekt zu bekommen. Außerdem hab ich den Übergang von der Vorderhose zu den Hinterhosen verschmälert, ca. 10cm verlängert und spitz zulaufend überlappen lassen, sowie die Kante, die später über dem Po verläuft begradigt. Das ist nötig damit man diese Kante später gut an die extrabreite (mindestens 20cm) elastische Spitze anlegen kann und die schöne Spitzenkante als Abschluss hat.

Hier einmal zum Vergleich, die beiden Schnittmuster …. hups, da hab ich bei der Esme ja glatt die Zwickelverstärkung auf dem Bild vergessen.

Schnittmuster Eve
Schnittmuster DIY Esme

Was ich natürlich nicht bedacht hab, ist dass die Spitzenkante der Hinterhose so bündig wie möglich abschließen muss damit man einen schönen Übergang hat. Ich musste die Spitze zwei Mal wieder abtrennen und neu annähen (nagut einmal weil ich beim Kürzen der Nahtzugabe etwas zu großzügig war und in die Naht geschnitten hab).

Nun möchte ich sie euch nicht weiter vorenthalten, die Tragebilder erspare ich euch aber lieber ….

Meine DIY-Esme von Vorne
… und von Hinten

Schnittmuster: Freebook Eve von Pattydoo

Stoffverbrauch: ca. 35cm (Esme)/ 25cm (Eve) Jersey, jeweils 75cm Falzgummi und ca. 80cm elastische Spitze

Verlinkt bei RUMS und Stoffreste Linkparty

RUMS

Vintage-Style Rock nähen für die #12coloursofhandmadefashion

Wau, wie schön: Für die #12coloursofhandmadefashion-Challenge entschied ich mich, einen Vintage-Style Rock zu nähen, und zwar aus einem wildgemusterten Hunde-Stoff!

Freebook Rock nähen
Mimimi, mein Rock hat Falten!
Violette Zweifel und die Qual der Wahl

„Lila? Im Ernst?“ Das waren die ersten Gedanken, die mir bei der Bekanntgabe der August-Farbe von Selmins #12ColoursofHandmadeFashion-Challenge in den Sinn kamen. Ich habe ernsthaft erwogen, diesen Monat einfach ausfallen zu lassen. Denn ich besitze kein einziges lilafarbenes Kleidungsstück – mit Ausnahme des wunderbaren Kleids „Augenweide“, das ich in fuchsia genäht habe, aber das gute Stück wartet auch noch auf seinen großen Auftritt, und einem lila Unterhemd. Aus lila bin ich eigentlich rausgewachsen. Das war die Farbe, die ich vor über zehn Jahren trug, als T-Shirt und Tuch zu Jeans und Chucks. Aber heute nicht mehr. Dachte ich.

Aber zum Glück erlauben die Regeln der Challenge ja nicht nur unifarbene Projekte, auch Details in der Farbe gelten. Also entschied ich mich für einen absolut wild gemusterten Stoff, den ich vor einigen Wochen gekauft hatte. Ein Stoff mit Hunde-Print!

Baumwolle Hunde Print
Ein Teil des Musters im Detail.

 

Stoff rosa Hund
Hier tummeln sich Dackel, französische Bulldoggen und Pudel mit fragwürdigen Frisuren.
 Nähen außerhalb der Komfort-Zone

Den Baumwollstoff fand ich zwar wirklich großartig, aber ich konnte mir einfach nicht vorstellen, wie das Muster und die Pastell-Farben als Kleidungsstück wirken. Deshalb bin ich Selmin ziemlich dankbar: Die Challenge hat mir einen Ruck gegeben, mich aus meiner Komfortzone zu bewegen! Ich habe mich nicht nur an das wilde Muster getraut, sondern auch noch einen Schnitt gewählt, den ich sonst nicht anziehen würde. Ich entschied mich für ein Freebie vom Peppermint Mag, einen Rock mit Falten – und einem hohen Bund!

Vintage-Style Rock nähen

Und mit dieser Wahl bin ich mehr als zufrieden! Schon als ich die ersten Teile zuschnitt, wusste ich, das wird richtig, richtig gut. Das Schnittmuster war leicht zu verstehen und detailliert erklärt. Das Falten legen hat sehr gut geklappt. Ich habe insgesamt zwei klitzekleine Änderungen vorgenommen: Anstatt das Vorderteil des Rocks aus zwei Teilen zusammenzunähen, habe ich es (abzüglich der vorderen Nahtzugabe) in den Bruch gelegt. Eine Naht mitten in der Mitte hätte mir nicht gefallen. Als zweites sieht die Anleitung ein Saumband vor. Das habe ich weggelassen und den Saum einfach doppelt eingeschlagen und dann abgesteppt.

Vintage-Style Rock nähen
Hier gilt: Tschüß Anti-Age, hallo Falten!
Rock mit Falten nähen
Huch, ich hab Falten am Po! Und einen (nicht ganz perfekten, aber ich bin zufrieden mit dem Fortschritt) nahtverdeckten Reißverschluss. Den habe ich übrigens mühselig aus einem alten Kleid herausgetrennt.
Rock mit großen Taschen

Was mir an diesem Schnitt am meisten gefällt: Durch den Sitz in der Taille macht er eine sehr schöne Silhouette! Der Bund sitzt viel besser am Körper an, als es z.B. bei meinem Clémence-Rock der Fall ist. Ich bin froh, etwas Neues ausprobiert zu haben! Was mir am zweitbesten gefällt: Die Taschen! Die sind einfach riesig. Da passen Hände hinein, Taschentücher, Hundeleckerlis, Schlüssel und sogar mein Handy. Ich finde, Taschen sind ein unverzichtbares Detail! Für den Taschenbeutel habe ich  quietschgelbe Baumwolle gewählt; ein Reststück, von dem ich dachte, dass ich es nie wieder benutzen würde.

Vintage-Style Rock nähen
Hier kann man die riesigen Taschen mit dem gelben Taschenbeutel erkennen.
Was passt zum 50er Jahre-Rock?

Als mein wunderbarer Rock fertig genäht war, und das ging relativ fix, und ich ihn anprobierte, stellte sich die dringende Frage: Was ziehe ich dazu an? Meine erste Idee, ein weißes T-Shirt, musste ich verwerfen, da das Ganze nach 80er Jahre Tennis-Dress aussah. Das lilafarbene Unterhemd passte auch nicht, also entschied ich mich für grau. Leider besaß ich kein graues Shirt. Nach kurzer Internet-Recherche und Suche in den Kleiderschränken meiner Geschwister hielt ich das kostenlose Schnittmuster für das Kirsten Kimono Tee von Maria Denmark sowie zwei riesengroße ungeliebte graue T-Shirts in den Händen.

Diesen Trend habe ich verpasst – schon vor ein paar Jahren geisterten unzählige Versionen des Kimonoshirts auf den DIY-Blogs herum. Mein T-Shirt ist nicht perfekt geworden, aber ich freue mich, dass das Upcycling so gut geklappt hat. Außerdem macht sich das Kimono Tee sehr gut zu meinem Vintage-Style Rock!

50er Jahre Rock nähen
Sogar die Schuhe passen.
Kimono Tee kombinieren
Grund zum Grinsen: ein DIY-Outfit.
Vintage-Style Rock nähen
Mein Hund schaut sich ganz verwundert die vielen Hunde auf dem Rock an.

 

Wie gefällt euch mein Outfit? Habt ihr den Vintage-Style Rock auch schon einmal genäht? Oder das Kirsten Kimono Tee? Ich bin gespannt auf eure Kommentare – und auf die tollen Kreationen der anderen #12coloursofhandmadefashion-Näher!

 

Schnitt: Vintage-Style Skirt, kostenloses Schnittmuster vom Peppermint Magazine

Stoff: 1,5 m Baumwolle mit Hunde-Print von Herr Schneider, Reststück gelbe Baumwolle

 

Verlinkt bei:

12ColoursofHandmadeFashion

Kostenlose Schnittmuster Linkparty

Sweatjacke Sarooja

Ah wie schön es doch in der Heimat ist. Für ein Paar Tage darf ich die salzige Luft und die immerwährende Brise, die vom Meer weht, genießen, ehe es wieder in die Pfalz zurück geht. Gegen den Wind hilft natürlich nur eines: eine schöne kuschelige Jacke und genau die möchte ich heute zeigen.

Sweatjacke Sarooja

Genäht habe ich die Sweatjacke Sarooja von Sarona Handmade in Größe M und sogar in der kürzeren Version obwohl ich einen langen Oberkörper habe (natürlich nicht, weil der Reißverschluss, den ich gekauft hatte, 5cm zu kurz war).

Habt ihr schonmal einen Reißverschluss in Jersey oder Sweatshirtstoff eingenäht? Ich finde das ist gar nicht so leicht, weil sich der dehnbare Stoff und der nicht dehnbare Reißverschluss nicht so gut vertragen. Ständig verrutscht alles, egal wie penibel man mit gefühlten tausend Nadeln und/oder Clips feststeckt. Um mich nicht wieder totzuärgern hab ich dieses Mal das Stylefix von Farbenmix benutzt und ich muss sagen, es war eine gute Wahl. Endlich ging mir das Einnähen des Reißverschluss leicht von der Hand. Kein Verrutschen, keine Fältchen, Antje glücklich.

Sweatjacke Sarooja Detailbild Reißverschluss

Und weil mir die Jacken und Pullis von Naketano immer so gut gefallen, hab ich meiner Jacke einen ähnlichen Look verpasst. Das kleine Wappen auf der Brust gefällt mir super, obwohl das Friemelarbeit ohne Ende war. Zuerst hab ich den hellgrauen Jersey, ein Rest von einem anderen Projekt, dass ich immernoch nicht gezeigt habe, mit ein bisschen Stylefix auf dem Kunstleder fixiert und die beiden Schichten, feinsäuberlich ausgerichtet, auf der Jacke festgenäht. Erst im Anschluss hab ich dann das kleine „A“ auf den Stoff gesteppt. Wie genau das funktioniert, habe ich hier schon einmal beschrieben. Hätte, ich das mal zuerst gemacht. So musste ich gefühlte Unmengen an Stoff unter meinem Nähmaschinenfuß hin- und herbewegen.

Anstelle einer Kapuze wollte ich lieber den Kuschelkragen haben. Und wie kuschelig der ist.

             

Wenn ich schonmal Zuhause bin darf ein Foto mit meiner alten Dame natürlich nicht fehlen (das eine Foto auf dem wir ausnahmsweise mal beide halbwegs anständig gucken).

Schnitt: Sarooja von Sarona Handmade

Material:
65cm Reißverschluss
80cm Kordel
50cm gemusterter Stoff
1,5m grauer Sweatshirtstoff

Verlinkt bei RUMS

Probenähen Betty Butterfly

Meinen neuen Rock hatte ich hier ja schoneinmal ganz kurz gezeigt, jetzt möchte ich aber nocheinmal anständig berichten.

Ich dachte eigentlich beim Nähen hätte ich bis auf Covern schon alles gemacht aber da hab ich mich geirrt, denn auch bei diesem Projekt konnte ich Neues ausprobieren. Einerseits habe ich zuvor noch nie so etwas wie Voile vernäht, andererseits habe ich die Rollsaumfunktion von meiner Overlock noch nie benutzt. Das waren also gleich zwei Premieren auf einmal.

Rollsäumen stand ich bisher immer eher skeptisch gegenüber, das hat sich aber schlagartig geändert als ich die erste Probenaht auf der Voile gemacht hab. Meine W6 hat einen wunderschönen gleichmäßigen Rollsaum gezaubert und ich bin hellauf begeistert davon, nur das Umbauen der Maschine ist ein bisschen nervig. Man benötigt nur die rechte Nadel für den Rollsaum, die Linke wird also ausgebaut. Die Fadenspannungen werden auf „0-4-2-7“ eingestellt. Dann wird das Messer weggeklappt, die Maschine auf „R“ für Rollsaum gestellt, die Stichlänge ebenfalls auf „R“ gestellt und ggf. noch der Differentialtransport angepasst. Die letzten beiden Einstellungen hab ich natürlich nicht gemacht (wer liest schon Betriebsanleitungen?) deswegen ist mein Rollsaum auch eher einer feine Art des Versäuberns geworden anstelle des klassischen rüschigen Rollsaums. Macht nix, ich mag meinen Rock auch so.

Meine positiven Erfahrungen mit dem Rollsaum werden allerdings ein wenig von den negativen mit der Voile überschattet. An sich wäre der Rock innerhalb von 30 Minuten genäht gewesen, aber dieser blöde rutschige Stoff hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nur für sich gesehen ließ er sich ja ganz gut verarbeiten, aber sobald es daran ging, die beiden Schichten mit dem Bündchen zu vereinen, ging gar nichts mehr. Munter hab ich drauflos genäht um dann zu sehen, dass die mittlere Lage, also eben diese blöde Voile, nur an ein paar Stellen mit in der Naht war und ich habe wirklich vorsichtig genäht und darauf geachtet, dass alle Schichten bündig liegen. Für den Tag war es das dann erstmal mit meiner Nählaune und der Rock ist erstmal in der nächsten Ecke gelandet. Am nächsten Morgen hab ich mich dann wenig motiviert ans Auftrennen der Overlocknaht gemacht, Voile und Jersey erst mit der Nähmaschine verbunden und erst danach das Bündchen mit der Overlock angenäht, zum Glück mit Erfolg.

Schnittmuster:
Betty Butterfly von Katjuschka
Stoff:
schwarzer Jersey, 1m (Tedox)
schwarze Voile, 1m (Tedox)
Schwarzes Bündchen, 15cm

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Meine DIY-Urlaubsgarderobe

Nähen für die Reise
Und ich packe ein: nicht nur, aber viel Selbstgenähtes!
Ich packe meinen Koffer

Kennt ihr das Spiel noch? Als Kind habe ich es auf jeder langen Reise gespielt – und immer gewonnen. Ha! Ich habe nämlich ein Elefantengedächtnis. Darum soll es aber in diesem Beitrag nicht gehen, sondern um die Dinge, die ich tatsächlich in meinen Koffer packe. Meine DIY-Urlaubsgarderobe!

Camping-Urlaub in Schweden

Dieses Jahr fahren wir nach Schweden! Und das wird ein ganz besonderer Urlaub. Nicht, weil es zum Campen nach Skandinavien geht (wir waren im letzten Jahr bereits in Norwegen) oder weil wir zum ersten Mal richtig mit Hund verreisen, sondern weil wir mit unserem nicht ganz nagelnagelneuem Auto hinfahren. Und das ist auch der Grund, warum ich zur Zeit so selten zum Nähen komme: Ich stecke bis über beide Ohren im größten DIY-Projekt, an dass ich mich je herangewagt habe: Mein Freund und ich restaurieren unser Auto selbst.  Bäm!

Meine selbstgenähte Urlaubsgarderobe

Ich freue mich also schon sehr auf die Ferien. Und aufs Kofferpacken! Für mich ist das pure Vorfreude. Besonders gerne überlege ich mir natürlich bei meinen selbstgenähten Klamotten, welche mitdürfen. Camping und Wandern erfordern ja eher bequeme Funktionskleidung statt schicker Kleidchen, aber das macht nichts. Inzwischen habe ich schon so viel genäht, dass ich genug alltags- und draußentaugliches besitze.

DIY Urlaubsgarderobe
1. Meine Lieblingsshirts: Freebie vom Peppermint Magazine
T-Shirt Freebie
Die besten Sachen gibts manchmal eben doch umsonst: Meine JERSEY TOPS aus dem Peppermint Magazine.

Nach diesem Schnitt habe ich mindestens vier Shirts genäht, aber diese beiden sind nicht nur meine liebsten, sondern gehören auch zu den ersten Sachen aus Jersey, die ich je genäht habe (sie durften sogar letztes Jahr bereits mit den Urlaub)! Die Shirts sind bei weitem nicht perfekt, aber ich finde sie trotzdem sehr schön und vor allem unheimlich bequem.  Ich habe den Saum jeweils um 7 cm verlängert und ansonsten bei Größe S keine Änderungen vorgenommen. Das Punkte-Shirt wurde schon so häufig gewaschen, dass man Pilling auf dem Stoff sieht, hat jemand einen guten Tipp dagegen? Ansonsten werde ich diese T-Shirts vermutlich so lange tragen, bis sie gänzlich auseinander fallen. Und dann nähe ich mir identische 😉

Schnitt: Freebie JERSEY TOP aus dem Peppermint Magazine 

2. Pullover aus Jacquard-Strick
Maritimen Pullover nähen
Eines meiner liebsten Basics: Der kuscheligste Pulli der Welt!

Erinnert ihr euch noch an meinen allerersten Blogeintrag? Ich weiß noch, wie aufgeregt ich war, ehe ich auf „Veröffentlichen“ geklickt habe! Das Thema war: Mein erster genähter Pullover im Naketano-Stil. Und dieser Pulli ist zu einem treuen Begleiter geworden! Ich ziehe ihn zu Hause zum Kuscheln an, draußen schützt er mich vor Wind und Wetter und sein maritimes Muster macht sich hier an der Küste besonders gut. Ich freue mich schon darauf, abends in Schweden am Lagerfeuer zu sitzen, Marshmallows zu grillen  und dabei dieses Sweatshirt zu tragen.

Schnitt: aus  „Nähen macht glücklich“ von Katrin Ziegler 

3. Jerseykleid Joy aus der LMV
Kleid Joy nähen
In dieses Muster habe ich mich auf dem Stoffmarkt schockverliebt.

Jersey ist ein super dankbares Material, wenn man Koffer packen will. Ich kann das Kleid rollen, falten, in die Ritzen stopfen – und nix passiert. Na ja, fast nix. Ich gehöre jedenfalls nicht zu den Menschen, die ein Reisebügeleisen mit in den Urlaub nehmen, und da freue ich mich über jedes faltenfreie Kleidungsstück! Ausführlich habe ich euch das Kleid „Joy“ schon einmal hier vorgestellt. „Joy“ ist jetzt vielleicht nicht unbedingt das richtige, um ein paar Tage wandern zu gehen, aber einen Waldspaziergang macht es sicher mit! Es ist unkompliziert, ich fühle mich damit in Sekundenschnelle richtig angezogen und richtig weiblich. Ein schöner Gegensatz, wenn man sonst in Wanderschuhen und Fleeceshirts herumläuft 😉

Schnitt:  „Joy“ aus der „La Maison Victor“ 2/2017

4. Blusenkleid „Barbara“
Blusenkleid Barbara LMV
Hier gibt’s bestimmt Falten. Macht aber nix! Schließlich gehören die kleinen Raffungen zum Schnitt dazu!

Noch ein Kleid, und noch eines aus der La Maison Victor! Die „Barbara“ hat sich vom „Kittelkleid“, wie mein Freund es liebevoll betitelte, zum absoluten Lieblingskleid gemausert! Ich habe es den ganzen Sommer gefühlt noch kein einziges Mal ausgezogen. Klar, dass es auch mit in die Ferien kommt! Es passt super zu offen getragenen Jeanshemden, zu meiner schwarzen Lederjacke oder auch einfach ganz allein getragen. Das Beste: Trotz der vielen, vielen Knöpfe ist es sehr schnell an- und ausgezogen. Zum Beispiel fürs Baden gehen ist das ein absoluter Pluspunkt. Mehr über meine „Barbara“ könnt ihr übrigens hier erfahren.

Kleid Barbara La Maison Victor
„Barbara“ in Action – beim Wattwandern!

In den letzten Jahren hat sich Rosa von „Iiih, Mädchenfarbe“ zu meiner absoluten Lieblingsfarbe verändert. Dementsprechend sieht es auch in meinem Kleiderschrank aus. Aber meine „Barbara“ in rosa ist momentan das Liebste! Ich hoffe also einfach auf ein paar sonnige Tage in Schweden, an denen ich das Kleid tragen kann.

Schnitt:  „Barbara“ aus der „La Maison Victor“ 2/2017

5. Katzen-Schlafmaske: Freebie auf Craftsy
Schlafmaske Katzenohren
Na dann: Gute Nacht!

Miauuuuu: Eigentlich bin ich ja kein Katzen-, sondern Hundemensch! Aber eine Schlafmaske in Hundeform? Och nö. Dieses Accessoire habe ich bereits auf einem Festival ausprobiert und für super befunden! So kann ich im Urlaub endlich mal ausschlafen (wenn Hund und Freund mich denn lassen), auch wenn es draußen schon hell ist! Beide Stoffe für die Schlafmaske lagen schon lange im Fundus. Der bunte Stoff mit den Tieren ist von Free Spirit und ich hatte mal versucht, eine Tasche mit Kellerfalten daraus zu nähen. Das hat leider nicht geklappt, aber da der Stoff bereits mit dicker Vlieseline verstärkt war, war er die perfekte Wahl für die Schlafmaske! Die Rückseite und der Tunnel für das Gummiband sind aus türkis-weiß gepunkteter Baumwolle von Rico. Damit konnte ich also auch meinen Fundus ein klitzekleines bisschen verkleinern. Das kostenlose Schnittmuster ist übrigens für Kinder ausgelegt – kein Problem, wenn man den Schnitt einfach ein kleines bisschen größer ausdruckt.

Schnitt: Kostenloses Schnittmuster Incognito Sleep Mask auf Craftsy   

DIY Garderobe nähen
Alle bereit zum Einpacken!
DIY Urlaubsgarderobe
Es kann losgehen!

Wie sehen eure Urlaubspläne aus? Wohin fahrt ihr? Und nehmt ihr auch selbstgenähte Sachen mit? Und habt ihr Reisetipps für Schweden für mich? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

 

 

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Kostenlose Schnittmuster Linkparty 

„Betty Butterfly“ und Verlosung des Schnittmusters

Nach langer Funkstille melde ich mich auch mal wieder zurück und zwar mit dem Rock „Betty Butterfly“ von Katjuschka. Ich hatte das große Glück und durfte bei ihrem Probenähen mitmachen. Und jetzt darf ich sogar ein Exemplar des eBooks, das am Samstag erscheint, verlosen.

Der Rock ist ein Wickelrock für uns Damen und besteht aus drei Teilen, die sich nach Belieben kombinieren lassen. So kann man z.B. einen ganz schlichten Rock ohne Wickeleffekt nähen indem man für Vorder- und Rückseite das gleiche Schnittteil nimmt, einen einfachen Wickelrock ohne Raffungen oder wie ich mit Raffungen, mehrere Lagen und sogar einen Wenderock aus dem Schnitt machen.

Betty ist ein wahnsinnig wandelbarer Rock, von chic über lässig bis hin zu mädchenhaft verspielt und total verrückt haben die Probenäherinnen alles abgedeckt. Der Schnitt ist zwar für Jersey konzipiert, lässt sich aber aus fast allen Materialien nähen, von Webware über Mousselin und Spitze bis hin zu Jersey und Sweat war alles dabei.

Um am Gewinnspiel teilzunehmen einfach einen Kommentar hinterlassen. Da ich ein bisschen spät bin, ist es ein kleines Blitzgewinnspiel und endet morgen Samstag den 05.08. um 12 Uhr.

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer damit einverstanden, im Gewinnfall namentlich und hier auf der Facebook Seite veröffentlicht zu werden. Der Gewinner muss 18 Jahre alt sein und sich innerhalb von 48h melden, ansonsten verfällt der Anspruch. Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden.

Schaut doch mal bei Katjuschka und den anderen Probenäherinnen vorbei, sie haben wirklich tolle Röcke gezaubert und auch dort habt ihr die Chance das Schnittmuster zu gewinnen.

Und weil ich mich wahnsinnig freue, endlich meinen Rock zeigen zu dürfen, geht es damit zum Freutag.

Lilou – and stitch!

Lilou – and stitch!

Monatsende bedeutet nicht nur, dass das Geld da ist, sondern auch die nächste #12coloursofhandmadefashion-Challenge! In diesem Monat dreht sich alles um die Farbe Rot. Und obwohl ich schon bei der Bekanntgabe der Farbe ganz genau wusste, was ich nähen will, habe ich getrödelt und andere Näh-Projekte vorgezogen, so dass die letzten anderthalb Tage Akkordnähen angesagt war.

Zum Glück war mein gewähltes Projekt sehr viel weniger aufwendig als das letzte Kleid, das ich genäht habe, die Augenweide. Das Kleid „Lilou“ von Tilly and the Buttons hat nur ein paar Abnäher, ein gefüttertes Oberteil, einen nahtverdeckten Reißverschluss und einen gerafften Rock. Easypeasy 😉

Tilly and the Buttons Kleid Lilou nähen
Sonne, Wasser, Sommerkleid.
Lilou in Red

Tatsächlich habe ich sogar schonmal eine Lilou genäht. Die ist allerdings so schlecht geworden, dass ich das Kleid schließlich wieder aufschnitt, um den Stoff und Reißverschluss wiederzuverwerten. Aber das war letzten Sommer, inzwischen habe ich ja einiges mehr an Näh-Erfahrung gesammelt und so konnte ich mich frohen Mutes noch einmal daran wagen. Auf ein Neues, Lilou!

Ich mag die Schnitte von Tilly and the Buttons sehr, sehr gern. Mit dem Buch „Liebe auf den ersten Stich“ habe ich meine ersten Näh-Schritte gemacht. Ich habe fast alles daraus genäht: z.B. einen maritimen Dirndlrock Clémence, eine Mimi-Bluse mit Bubikragen und eine Mimi in dunkelblau! Und jedes Mal, wenn ein neuer Schnitt herauskommt, bin ich ganz aufgeregt!

Im Gegensatz zur Original-Anleitung habe ich allerdings ein paar Änderungen vorgenommen. Das Wenden des Oberteils zum Beispiel. Ich war etwas voreilig und hatte die Seiten meiner beiden Oberteile bereits zusammengenäht. Tilly sieht das erst nach dem Wenden vor. Ich hatte aber keine Lust, alles wieder aufzutrennen. Damit das Wenden trotzdem funktioniert, habe ich die Träger oben alle offen gelassen und erst nach dem Wenden zusammengenäht. Die Naht liegt dann direkt auf der Schulter und ich finde, sie fällt nicht auf.

Beim Futteroberteil habe ich mich für babyblaues Mischgewebe entschieden.

Nahtverdeckten Reißverschluss einnähen

Nachdem der Reißverschluss beim letzten Kleid wirklich gut gelungen ist, war ich beim nahtverdeckten Reißverschluss für Lilou ganz zuversichtlich. Haha. Hat natürlich nicht so geklappt, wie ich es wollte, ich musste den RV zwei Mal wieder auftrennen, ehe er tatsächlich auch nahtverdeckt war. Wieder habe ich als Hilfe das Video von Svenja von Lotte & Ludwig, das den nahtverdeckten Reißverschluss für das Kleid Augenweide erklärt, genutzt. Bisher habe ich kaum Videos zur Anleitung von Näh-Projekten angesehen. Papier fand ich einfach geduldiger und oft nervt mich die blöde Hintergrundmusik und dass ich Vor- und zurückspulen muss. Bei frickeligen Angelegenheiten wie Reißverschlüssen muss ich allerdings zugeben, dass es Sinn macht, jemanden direkt auf die Finger gucken zu können 😉

Spark of Happiness
Free Spirit Spark of Happiness
Das Paisley-Muster im Detail.

Der Stoff, den ich benutzt habe, besitze ich bereits seit ca zweieinhalb Jahren. Es war mit der erste Stoff, den ich mir überhaupt gekauft habe! Und tatsächlich war er seit Anfang an für das Kleid „Lilou“ vorgesehen – ich schrieb ja, dass ich mit „Liebe auf den ersten Stich“ nähen gelernt habe. Aber zwischendurch fiel mir auf, dass das Kleid doch nicht 100%ig anfänger geeignet ist. Dazu war ich wirklich unsicher, ob mir das Muster steht. Ich liebe zwar Paisley, aber so schnell fühlt man sich von den vielen Tropfen erschlagen. Und dann das Rot – ich besitze fast keine roten Sachen. Die Farbe fällt auf und ist nicht das Richtige, wenn man sich an mausgrauen Tagen hundeelend fühlt und nicht auffallen will. Da bin ich froh, dass die #12coloursofhandmadefashion-Challenge mich gekitzelt hat, es auszuprobieren! Denn beim ersten Tragen fürs Foto fühlte sich das Rot sehr gut an. Und wenn es mir zuviel wird, kann ich mich ja auf das rosafarbene Muster konzentrieren. Rosa ist schließlich meine absolute Lieblingsfarbe.

Kleid Lilou rot

Lilou Tilly and the buttons
Wer erkennt, wo die Bilder aufgenommen wurden, bekommt einen Keks!

Zurück zum Stoff. „Spark of Happiness“ heißt das Design – ein schöner Name. Und den habe ich auch zum Anlass genommen, die Fotos an einem meiner liebsten Orte in der Heimat aufzunehmen. Hier gehe ich mit dem Hund im Watt spazieren, bis er aussieht wie ein Schlickmonster, hier habe ich letztens Queller fürs Abendbrot gepflückt und hier bade ich im Sommer, bis die Lippen blau werden. Deshalb gefallen mir die Fotos dieses Mal auch ausgesprochen gut!

Hier musste ich gegen die Sonne blinzeln…
Was flattert so schön durch Watt und Wind? Es ist Lilou in rot und pink!

Das Kleid kommt auf jeden Fall in meinen Urlaubskoffer, denn im August fahren wir nach Schweden! Ich hoffe, das Wetter spielt mit. Ansonsten passt das Rot mit Paisley sicherlich auch gut zu meinem dunkelblauen Regenmantel mit Regenschirmen drauf… Gehört auch viel Selbstgenähtes in eure Urlaubsgarderobe?

 

Schnitt: Kleid Lilou aus Tilly Walnes: Liebe auf den ersten Stich

Stoff: 2,2 m Patchwork-Baumwolle „Spark of Happiness“ von Free Spirit, Futter: 0,5 m Mischgewebe aus meinem Fundus

 

Verlinkt bei:

#12coloursofhandmadefashion auf tweedandgreet.de

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