Meine DIY-Urlaubsgarderobe

Nähen für die Reise
Und ich packe ein: nicht nur, aber viel Selbstgenähtes!
Ich packe meinen Koffer

Kennt ihr das Spiel noch? Als Kind habe ich es auf jeder langen Reise gespielt – und immer gewonnen. Ha! Ich habe nämlich ein Elefantengedächtnis. Darum soll es aber in diesem Beitrag nicht gehen, sondern um die Dinge, die ich tatsächlich in meinen Koffer packe. Meine DIY-Urlaubsgarderobe!

Camping-Urlaub in Schweden

Dieses Jahr fahren wir nach Schweden! Und das wird ein ganz besonderer Urlaub. Nicht, weil es zum Campen nach Skandinavien geht (wir waren im letzten Jahr bereits in Norwegen) oder weil wir zum ersten Mal richtig mit Hund verreisen, sondern weil wir mit unserem nicht ganz nagelnagelneuem Auto hinfahren. Und das ist auch der Grund, warum ich zur Zeit so selten zum Nähen komme: Ich stecke bis über beide Ohren im größten DIY-Projekt, an dass ich mich je herangewagt habe: Mein Freund und ich restaurieren unser Auto selbst.  Bäm!

Meine selbstgenähte Urlaubsgarderobe

Ich freue mich also schon sehr auf die Ferien. Und aufs Kofferpacken! Für mich ist das pure Vorfreude. Besonders gerne überlege ich mir natürlich bei meinen selbstgenähten Klamotten, welche mitdürfen. Camping und Wandern erfordern ja eher bequeme Funktionskleidung statt schicker Kleidchen, aber das macht nichts. Inzwischen habe ich schon so viel genäht, dass ich genug alltags- und draußentaugliches besitze.

DIY Urlaubsgarderobe
1. Meine Lieblingsshirts: Freebie vom Peppermint Magazine
T-Shirt Freebie
Die besten Sachen gibts manchmal eben doch umsonst: Meine JERSEY TOPS aus dem Peppermint Magazine.

Nach diesem Schnitt habe ich mindestens vier Shirts genäht, aber diese beiden sind nicht nur meine liebsten, sondern gehören auch zu den ersten Sachen aus Jersey, die ich je genäht habe (sie durften sogar letztes Jahr bereits mit den Urlaub)! Die Shirts sind bei weitem nicht perfekt, aber ich finde sie trotzdem sehr schön und vor allem unheimlich bequem.  Ich habe den Saum jeweils um 7 cm verlängert und ansonsten bei Größe S keine Änderungen vorgenommen. Das Punkte-Shirt wurde schon so häufig gewaschen, dass man Pilling auf dem Stoff sieht, hat jemand einen guten Tipp dagegen? Ansonsten werde ich diese T-Shirts vermutlich so lange tragen, bis sie gänzlich auseinander fallen. Und dann nähe ich mir identische 😉

Schnitt: Freebie JERSEY TOP aus dem Peppermint Magazine 

2. Pullover aus Jacquard-Strick
Maritimen Pullover nähen
Eines meiner liebsten Basics: Der kuscheligste Pulli der Welt!

Erinnert ihr euch noch an meinen allerersten Blogeintrag? Ich weiß noch, wie aufgeregt ich war, ehe ich auf „Veröffentlichen“ geklickt habe! Das Thema war: Mein erster genähter Pullover im Naketano-Stil. Und dieser Pulli ist zu einem treuen Begleiter geworden! Ich ziehe ihn zu Hause zum Kuscheln an, draußen schützt er mich vor Wind und Wetter und sein maritimes Muster macht sich hier an der Küste besonders gut. Ich freue mich schon darauf, abends in Schweden am Lagerfeuer zu sitzen, Marshmallows zu grillen  und dabei dieses Sweatshirt zu tragen.

Schnitt: aus  „Nähen macht glücklich“ von Katrin Ziegler 

3. Jerseykleid Joy aus der LMV
Kleid Joy nähen
In dieses Muster habe ich mich auf dem Stoffmarkt schockverliebt.

Jersey ist ein super dankbares Material, wenn man Koffer packen will. Ich kann das Kleid rollen, falten, in die Ritzen stopfen – und nix passiert. Na ja, fast nix. Ich gehöre jedenfalls nicht zu den Menschen, die ein Reisebügeleisen mit in den Urlaub nehmen, und da freue ich mich über jedes faltenfreie Kleidungsstück! Ausführlich habe ich euch das Kleid „Joy“ schon einmal hier vorgestellt. „Joy“ ist jetzt vielleicht nicht unbedingt das richtige, um ein paar Tage wandern zu gehen, aber einen Waldspaziergang macht es sicher mit! Es ist unkompliziert, ich fühle mich damit in Sekundenschnelle richtig angezogen und richtig weiblich. Ein schöner Gegensatz, wenn man sonst in Wanderschuhen und Fleeceshirts herumläuft 😉

Schnitt:  „Joy“ aus der „La Maison Victor“ 2/2017

4. Blusenkleid „Barbara“
Blusenkleid Barbara LMV
Hier gibt’s bestimmt Falten. Macht aber nix! Schließlich gehören die kleinen Raffungen zum Schnitt dazu!

Noch ein Kleid, und noch eines aus der La Maison Victor! Die „Barbara“ hat sich vom „Kittelkleid“, wie mein Freund es liebevoll betitelte, zum absoluten Lieblingskleid gemausert! Ich habe es den ganzen Sommer gefühlt noch kein einziges Mal ausgezogen. Klar, dass es auch mit in die Ferien kommt! Es passt super zu offen getragenen Jeanshemden, zu meiner schwarzen Lederjacke oder auch einfach ganz allein getragen. Das Beste: Trotz der vielen, vielen Knöpfe ist es sehr schnell an- und ausgezogen. Zum Beispiel fürs Baden gehen ist das ein absoluter Pluspunkt. Mehr über meine „Barbara“ könnt ihr übrigens hier erfahren.

Kleid Barbara La Maison Victor
„Barbara“ in Action – beim Wattwandern!

In den letzten Jahren hat sich Rosa von „Iiih, Mädchenfarbe“ zu meiner absoluten Lieblingsfarbe verändert. Dementsprechend sieht es auch in meinem Kleiderschrank aus. Aber meine „Barbara“ in rosa ist momentan das Liebste! Ich hoffe also einfach auf ein paar sonnige Tage in Schweden, an denen ich das Kleid tragen kann.

Schnitt:  „Barbara“ aus der „La Maison Victor“ 2/2017

5. Katzen-Schlafmaske: Freebie auf Craftsy
Schlafmaske Katzenohren
Na dann: Gute Nacht!

Miauuuuu: Eigentlich bin ich ja kein Katzen-, sondern Hundemensch! Aber eine Schlafmaske in Hundeform? Och nö. Dieses Accessoire habe ich bereits auf einem Festival ausprobiert und für super befunden! So kann ich im Urlaub endlich mal ausschlafen (wenn Hund und Freund mich denn lassen), auch wenn es draußen schon hell ist! Beide Stoffe für die Schlafmaske lagen schon lange im Fundus. Der bunte Stoff mit den Tieren ist von Free Spirit und ich hatte mal versucht, eine Tasche mit Kellerfalten daraus zu nähen. Das hat leider nicht geklappt, aber da der Stoff bereits mit dicker Vlieseline verstärkt war, war er die perfekte Wahl für die Schlafmaske! Die Rückseite und der Tunnel für das Gummiband sind aus türkis-weiß gepunkteter Baumwolle von Rico. Damit konnte ich also auch meinen Fundus ein klitzekleines bisschen verkleinern. Das kostenlose Schnittmuster ist übrigens für Kinder ausgelegt – kein Problem, wenn man den Schnitt einfach ein kleines bisschen größer ausdruckt.

Schnitt: Kostenloses Schnittmuster Incognito Sleep Mask auf Craftsy   

DIY Garderobe nähen
Alle bereit zum Einpacken!
DIY Urlaubsgarderobe
Es kann losgehen!

Wie sehen eure Urlaubspläne aus? Wohin fahrt ihr? Und nehmt ihr auch selbstgenähte Sachen mit? Und habt ihr Reisetipps für Schweden für mich? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

 

 

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RUMS

Kostenlose Schnittmuster Linkparty 

Weiß, weiß, weiß sind alle meine Kleider

Eine meiner ungeliebtesten Eigenschaften? Ich bin privat furchtbar unpünktlich. Zu Verabredungen komme ich immer mindestens fünf Minuten später, egal, wie sehr ich mich beeile und wie oft ich mir vornehme, es wenigstens ein Mal rechtzeitig zu schaffen.

Kein Wunder also, dass ich es auch bei Selmins „12 Colours of Handmade Fashion„-Challenge erst kurz vor knapp schaffe, mitzumachen! Dabei hatte ich diesen Monat wirklich vor, das erste Mal teilzunehmen, alles ganz entspannt anzugehen und rechtzeitig fertig zu bekommen. Aber es kam so viel dazwischen: ein spontaner Urlaub in England und ein kleiner Road Trip zum Beispiel. Da blieb nicht mehr viel Zeit zum Nähen!

Aber dann habe ich es doch noch geschafft. Auch der Stoff, den ich gerade noch rechtzeitig bestellt hatte, kam rechtzeitig an. Puh! Das Projekt, für das ich mich zum Thema „weiß“ entschieden habe, ist ein schlichtes Jersey-T-Shirt.

sew white tshirt
So blütenweiß sieht mein T-Shirt nur vor dem ersten Tragen aus.
Ein T-Shirt und eine Einsicht

Eigentlich dachte ich immer, ich würde meine Basics nicht selbst machen. Wenn ein Shirt im Laden fünf Euro kostet, kann ich es für das Geld nicht selbst nähen. Aber dann kam die Fashion Revolution Week und ich habe so viele Menschen gesehen, die kritisch waren und so stolz ihre eigenen Kreationen gezeigt haben. Und dann habe ich den Film „The True Cost“ gesehen und hätte fast geheult, so sehr habe ich mich geschämt. Für die fünf Euro können andere mein T-Shirt auch nicht nähen. Also habe ich beschlossen, in Zukunft wesentlich kritischer gegenüber der Fashion-Industrie zu sein und auch bewusster zu konsumieren.

Und mein T-Shirt habe ich dann doch selbst genäht (da muss ich mich dann immerhin nur fragen, woher mein Stoff kommt).

V-Ausschnitt nähen

Den Schnitt hat meine Schwester entworfen, sie hat mir auch geholfen, den V-Ausschnitt zu bewältigen. War gar nicht so schwer, wenn man mal kapiert hat, wie es funktioniert.

Wer genau hinsieht, kann erkennen: Ja, ich trage auch im Sommer ein Unterhemd!

 

Beim Foto-Machen ist mir ein Frosch über den Fuß gehüpft!

Ich bin ziemlich begeistert von der Passform – an den Brüsten sitzt mein T-Shirt wie eine zweite Haut und darf mich von nun an begleiten, wenn ich meine selbstabgeschnitten Shorts, kunterbunte Röcke und Jeans trage. Ein echter Allrounder, haha!

Schnitt: Maßschnitt von meiner Schwester

Stoff: ca. 0,7 m weißer Jersey

Verlinkt bei: 12 Colours of Handmade Fashion und MeMadeMittwoch