Me Made May-Zwischenfazit & Irenes Kleid

Me Made May 2018 – ich mach mit!

Chalenge accepted: Ich mache beim Me Made May 2018 mit und habe mir vorgenommen, jeden Tag mindestens ein selbstgenähtes Teil zu tragen. Nach etwas mehr als der Hälfte möchte ich ein Zwischenfazit ziehen: Wie klappt es, habe ich genug selbstgenähte Kleidung, um nicht jeden Tag das gleiche anziehen zu müssen? Dazu zeige ich euch die Bilder, die ich von meinen Outfits gemacht habe und präsentiere euch mein neuestes Kleid!

Ganz neu im Me Made May: Irenes Kleid von Lotte & Ludwig.

Me Made May: Die Outfitfrage

Normalerweise entscheide ich jeden Morgen relativ spontan, was ich anziehe. Je nach Laune, den täglichen To Dos und Wetterlage greife ich an meinen Schrank und fertig ist das Outfit of the Day. Beim Me Made May ist etwas mehr Vorbereitung gefragt. Denn ich habe zwar festgestellt, dass ich inzwischen relativ viele selbstgenähte Kleidungsstücke besitze, aber dennoch die gekauften Sachen dominieren.

Also habe ich mir während der letzten 16 Tage bereits am Abend vorher darüber Gedanken gemacht, was ich am nächsten Tag anziehen möchte. Neben Wetterbericht und der dringenden Frage, ob die gewünschten Teile auch gewaschen sind, habe ich auch viel mehr gebügelt als in meinem sonstigen Alltag. Leider hasse ich bügeln.

Me Made May: Pro und Kontra

Pro. Insgesamt habe ich mir viel mehr Gedanken um meine Kleidung gemacht, was ich als positiv empfinde – weniger Stress am Morgen und mehr Zeit für die angenehmen Dinge des frühen Tages, Kaffee trinken und spazieren gehen. Ich habe einige Kleidungsstücke, die ich im letzten Sommer genäht habe, wieder hervorgekramt, musste bereits einiges flicken und konnte sehen, wie sehr meine Nähkünste sich seitdem entwickelt haben!

Neutral. Ich habe aber auch festgestellt, dass mein Geschmack sich seitdem weiterentwickelt und vor allem meine Ansprüche an die Passform gestiegen sind. In manchen Dingen, auf die ich noch vor einem Jahr wahnsinnig stolz war, fühle ich mich heute einfach nicht mehr wohl. Das ist schade – aber eben ein Schritt im Lernprozess des Nähens.

Kontra. Dazu kamen in Hamburg richtig sommerliche Temperaturen auf. Gerne hätte ich zwei Shirts, die ich auf dem Flohmarkt erstanden habe, angezogen, aber dazu hätte ich ein selbstgenähtes Unterteil kombinieren müssen – und ich hatte kaum Zeit, die Nähmaschine auch nur anzugucken. An diesen Tagen haben mich die selbstauflerlegten Verbote richtig geärgert. Einen besonders heißen Tag habe ich auch als Cheat Day genutzt und zu einem selbstgekauften flattrigen Sommerkleid einfach selbstgenähte Söckchen kombiniert. Ha!

Fazit. Bisher macht mir die Challenge aber auch viel Spaß. Die Herausforderung, meine Me Made Garderobe jeden Tag mit einem schönen Foto zu dokumentieren, funktioniert mal mehr, mal weniger gut, aber ich freue mich über die vielen Komplimente und über die vielen herrlichen Stoffe, Muster, Farben und Schnitte.

Meine Me Made May-Garderobe

 

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Tag 1: Streifenshirt mit Ausschnittbeleg, nach meinem Lieblings Freebook T-Shirt-Schnitt

Tag 2: Bluse Bruna aus der La Maison Victor

Tag 3: Bluse Mimi von Tilly and the Buttons

Tag 4: Streifenshorts nach dem Spring Shorts-Freebook vom Peppermint Magazine. Von mir auch liebevoll Pyjamapiraten-Shorts genannt

Tag 5: Lehrerinnenkleid Stephanie aus dem Buch “1 Schnitt, 10 Kleider”

Tag 6: Bantam Top von Merchant & Mills

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Tag 7: Kleid “Joy” aus der La Maison Victor

Tag 8: Kleid “Barbara” aus der La Maison Victor

Tag 9: Selbstgenähte Sneakersocken “Ringelprinz”

Tag 10: Oversize-Ringelshirt aus “Sew Me”

Tag 11: Vintage-Style Rock, Freebook aus dem Peppermint Magazine

Tag 12: Irenes Kleid von Lotte & Ludwig

Tag 13: T-Shirt Freebook aus dem Peppermint Magazine

Tag 16: nochmal Irenes Kleid

 

Mein Neuzugang im Me Made May: Irenes Kleid

Bereits seit letztem Sommer habe ich sowohl Schnittmuster als auch den passenden Stoff für Irenes Kleid von Lotte & Ludwig liegen – aber ich bin jetzt erst dazu gekommen, es zu nähen. Der Job ist Schuld! Ich wünschte, ich wäre abends nicht so müde. Aber wenn ich mich fix und fertig an die Nähmaschine setze, sind Flüchtigkeitsfehler und Frustration vorprogrammiert. Keine gute Kombi. Eine sehr gute Kombi hingegen sind dunkelblauer Batist und Irenes Kleid!

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Romantischer Sommerbegleiter: Irenes Kleid von Lotte & Ludwig.

Im Nachhinein muss ich sagen, ich bin ganz froh, mich jetzt erst an das Projekt gewagt zu haben. Der Schnitt ist durch die vielen Details gar nicht so einfach (und vor allem nicht mal eben so genäht). Vor einem Jahr hatte ich noch nicht die Skills, die ich jetzt habe, und vermutlich wäre Irenes Kleid wütend in eine Ecke geworfen worden (nicht, dass das jetzt nicht passiert wäre).

Herausforderung: Details, Details, Details

Viele Kniffe und Nähtechniken von Irenes Kleid waren neu für mich. Die Wiener Nähte hätten schöner werden können, leider sind einige Wellen beim Nähen entstanden. Auch die Knopflöcher habe ich noch nie mit Schlaufen genäht oder Raffungen mit Schrägband eingefasst. Richtig gut gefallen hat mir dabei meine Neuanschaffung – der Schrägbandformer! Beim ersten Mal Ausprobieren war ich schon total begeistert, wie gut das funktioniert.

Eins der Details: Tropfenärmel mit Raffung, eingefasst mit Schrägband.

Was aber wirklich richtig schlimm beim Nähen war: Das Raffen des Rockes! Ich habe schon oft Kräuselungen gemacht, zum Beispiel beim Kleid Lilou oder Rock Clemence. Aber die Rockbahnen waren so lang, dass meine Kräuselnähte, wenn ich zum nächsten Abschnitt kam, immer wieder von selbst rausgingen und sich ent-kräuselten. Ich wäre beinahe wahnsinnig geworden vor lauter Ärger.

Nach circa fünf Versuchen wurde Irene in eine Ecke gepfeffert und eine Woche lang nicht mehr angesehen. Danach habe ich noch einen Versuch gestartet und als auch der misslang, habe ich mir ein Gummiband geschnappt, das gedehnt und angenäht und so die Mehrweite sogar ganz, ganz gleichmäßig reduziert. Bäm!

Ute, Magdalene und Irene

Und so wurde Irenes Kleid doch noch fertig – rechtzeitig zum Geburtstag meiner Oma. Ich fand es sehr passend, dass der Schnitt nach der Großmutter der Lotte & Ludwig-Gründerin benannt wurde und ich das Kleid wiederum zum ersten Mal zum Geburtstag meiner Großmutter anziehen konnte. Die heißt übrigens Magdalene und ist eine echte Power-Frau! Aber das nur am Rande.

irenes Kleid nähen
Irenes Kleid wurde sogar schon zur Arbeit ausgeführt und durfte in der Mittagspause Frischluft an der Elbe schnuppern.

Dennoch habe ich im ersten Moment mit Irenes Kleid gefremdelt. Ich war nicht sicher, ob die Größe stimmt oder ob ich nicht lieber eine Größe kleiner hätte nähen sollen. Zudem ist der Stil so anders als der meiner anderen Sommerkleider, ich fragte mich, ob er zu bäuerlich war – nö. Inzwischen habe ich viele Komplimente eingeheimst und Irenes Kleid und ich sind richtig gute Freunde geworden.

Stoff: 3 m Batist von stoffe.de

Schnitt: Irenes Kleid von Lotte & Ludwig

Verlinkt bei: RUMS

6 Antworten auf „Me Made May-Zwischenfazit & Irenes Kleid“

  1. Das Kleid ist ganz toll geworden… ich habe es auch schon zweimal genäht , und wenn ich deins sehe, brauche ich dringend noch ein blaues unifarbenes !!! und deine Ausführungen zum me made mai finde ich auch ganz klasse! ich machs so ein bisschen für mich mit, aber leider ohne den jeden Tag zu dokumentieren … nächstes Jahr!!! bin sehr inspiriert durch deinen Beitrag…Lg Sarah

  2. Wunderschönes Kleid! Das blau ist richtig toll dazu!

    Ich hatte ähnliche Probleme mit dem Schnitt- die Rockbahn hab ich zwar mit Kellerfalten gemacht,aber es hat ewig gedauert. Und ich war mir kurzzeitig auch nicht sicher, ob es mir zu bäuerlich ist. Es ist aber nach einem Jahr immer noch mein Lieblingskleid!

    Ganz liebe Grüße
    Iris

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