Nähbuchrezension “Nähen fürs Nestchen” von Elke Reith

Nähbuchvorstellung: “Nähen fürs Nestchen”

In meinem Kopf schwirrt zur Zeit nur noch ein einziges Thema herum: Das Baby. Schon vor der Geburt  bin ich eine dieser Muttis, die sich über nichts anderes mehr unterhalten können als das Kind. Klar, dass auch mein Hobby nicht von dem Virus verschont bleibt. Und so mag ich nicht nur klitzekleine Hosen und Oberteile nähen, die mir Pipi in die Augen treiben (leider kein Scherz!), sondern auch Hübsches und Praktisches für Babys neuen Wohnraum. Deshalb möchte ich euch heute das Buch “Nähen fürs Nestchen. Niedliche Projekte fürs Babyzimmer” von Elke Reith* vorstellen.

Nähen fürs Nestchen Rezension
Das Cover gibt mit Wolken und Fröschen bereits einen ganz guten Überblick über die Projekte: Es wird niedlich!

Nähen fürs Nestchen: Das Buch

“Ideal für den Nestbau”, heißt es auf dem Klappentext des Buches, und das trifft bei mir aktuell gerade ganz gut zu. Ich möchte nicht nur alle Siebensachen für den Mini-Menschen bereit haben, ich möchte auch, dass dieser kleine Mensch es richtig schön hat (schon faszinierend, was Hormone alles so mit einem anstellen können). “Nähen fürs Nestchen” bietet auf 96 Seiten 20 kleine und größere Projekte, um den Nestbau-Trieb in kreative Schaffenskraft zu kanalisieren.

Zu den Näh-Projekten fürs Nest gehören u.a. Waschlappen, Kuscheltiere und -Kissen, aber auch praktischere Dinge wie ein Babynest, ein Utensilo oder eine Windeltasche.

Nähen fürs Nestchen Inhalt Projekte
20 unterschiedliche Projekte warten darauf, in Babys Zimmer und Leben einzuziehen

Das Buch beinhaltet einen Grundlagenteil, in dem z.B. gezeigt wird, wie man Bommel macht oder eine Applikation anfertigt. Die Projekte sind allesamt nicht zu schwierig umzusetzen und daher auch gut für Anfänger geeignet.

Nähen fürs Nestchen: Die Projekte

Einige Projekte aus dem Buch von Elke Reith finde ich wirklich niedlich – die Kuscheltiere zum Beispiel. Da ich allerdings noch ein gutes Dutzend sehr gut erhaltener Plüschtiere aufbewahrt habe, die das Kind haben darf, wenn es alt genug ist (und ich außerdem auf die Schenkfreude von Familie und Bekanntenkreis setze), reizte es mich nicht, diese nachzunähen.

Stattdessen fiel mein Blick auf die praktischeren Dinge und ich muss ehrlich sagen, dass mir das Design von manchen nicht gefällt. Es ist einfach zu “niedlich” beziehungsweise kindgerecht. Gerade in der ersten Zeit ist es meinem Kind aber doch total egal, wie die Sachen aussehen und dann fände ich es schon schöner, wenn sie stattdessen mein Auge erfreuen. So sind z.B. der Frosch-Waschlappen vom Cover oder die Schnecken-Spieldecke einfach nicht mein Fall.

Nähen fürs Nestchen Krabbeldecke
Ein kleines bisschen zu niedlich für meinen Geschmack: Die Krabbeldecke in Schneckenform spricht mich nicht an.

Schön hingegen fand ich u.a. das Utensilo oder die Windeltasche, die ich auch nachgenäht habe.

Nähen fürs Nestchen: Windeltasche nähen

Nähen fürs Nestchen Windeltasche
Ohne Tasche keine Competition. Das gilt wohl auch für Windeltaschen

Eine eigene, große Windeltasche wollte ich mir nicht zulegen, schließlich besitze ich bereits eine Anzahl an Taschen und Rucksäcken, in denen sich allerhand verstauen lässt. Aber die in dem Buch vorgestellte Tasche ist eher ein Utensilo, mit denen alle Siebensachen an ihrem Platz bleiben. Das fand ich ganz praktisch.

Die in “Nähen fürs Nestchen” gezeigte Windeltasche wird aus Musselin genäht. Ich habe mich gegen diesen Stoff entschieden, da ich diesen extra hätte kaufen müssen und mein Fundus mehr als genug Reststücke in den verschiedensten Farben bot, die ich nutzen konnte.

Nähen fürs Nestchen Windeltasche nähen
Die Anleitung für die Windeltasche in “Nähen fürs Nestchen” war klar verständlich und gut nachvollziehbar. Daumen hoch dafür!

Das Kombinieren und Ausprobieren der unterschiedlichsten Stoffe hat sehr viel Spaß gemacht und auch am längsten gedauert. Nachdem ich zuerst so wild Blautöne und Blumenmuster zusammengewürfelt hatte, dass mein Endergebnis in den Augen wehtat, entschied ich mich, doch nochmal neu anzufangen und eine etwas dezentere Version zu nähen. Auch auf die Borten und Bänder habe ich dabei verzichtet – zu “niedlich” für mich.

Der Außenstoff ist eine alte Gardine, die mir eine Kollegin geschenkt hat, der Herzchenstoff stammt von meiner Tante und den wild gemusterten habe ich irgendwann mal bei Ebay ersteigert. Zusammen ergeben sie für mich ein sehr stimmiges Bild (und rechtfertigen zudem meine Sammelleidenschaft für jeden noch so kleinen Stoffzipfel).

Nähen fürs Nestchen Windeltasche
Noch besitze ich (fast) gar kein Wickelzeug, um meine selbstgenähte Windeltasche damit zu füllen! Doch auch mit leeren Fächern gefällt mir die Tasche aus Reststoffen sehr gut

Ein kleines niedliches Detail musste dennoch sein: ein Herz aus SnapPap, freihand ausgeschnitten und schön krumm und schief!

Windeltasche nähen aus Nähen fürs Nestchen
Ein Herz für Babys: Statt ein Stück Webband zu applizieren, wie in “Nähen fürs Nestchen” vorgeschlagen, habe ich ein krummes und schiefes Herz aus SnapPap geschnitten

Nähen fürs Nestchen: Fazit

Insgesamt gefällt mir “Nähen fürs Nestchen. Niedliche Projekte fürs Kinderzimmer” ganz okay. Auf einige Basic-Anleitungen wie die Wimpelkette hätte meiner Meinung nach verzichtet werden können, da es sie bereits im Internet zuhauf gibt. Andere Projekte sind mir in ihrem Design schlicht zu kindlich. Der Rest hingegen (wie die Windeltasche) gefällt mir wirklich gut und ich freue mich, noch das eine oder andere Stück aus dem Buch zu nähen, ehe das Baby bei uns Zuhause einzieht.

 

Verlinkt bei: Kugelbauch-Linkparty, Kiddikram August

*Das Buch wurde mir für die Rezension freundlicherweise kostenfrei vom EMF-Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

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