Cover-Test: Gritzner Coverstyle 4850

Nach ewig langem hin und her hab ich mich jetzt doch für die Anschaffung einer Cover entschieden. Geworden ist es die Gritzner Coverstyle 4850. Leider gibt es zu dieser Maschine wirklich wenige hilfreiche Rezensionen aber das möchte ich heute ändern.

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* Bei dieser Rezension handelt es sich um meine eigene objektive Meinung *

Warum ich mich für die Cover von Gritzner entschieden habe

Ich habe wirklich lange überlegt ob ich eine Cover haben möchte und als der Entschluss dazu gefasst war konnte ich mich eine kleine Ewigkeit nicht entscheiden, welche es denn nun sein sollte. Möglichst wenig Geld ausgeben und dafür eine Nähmaschine bekommen, die all die typischen Probleme nicht mit sich bringt, lässt sich einfach nicht gut vereinen.

Ich war tatsächlich sogar im Nähgeschäft in Ingolstadt und habe mich beraten lassen. Naja ich habe versucht mich beraten zu lassen, aber die Dame war nur ansatzweise kooperativ und die Vorführmaschinen sowohl falsch eingefädelt, als auch völlig verstellt. Eine der vier Covermodelle wollte sie mir nicht einmal vorführen – die würde eh Stiche auslassen. Letztendlich wollte man mir eh nur die BLCS (Babylock Coverstitch) verkaufen, bei allem anderen müsste ich halt Kompromisse eingehen. Angesehen hab ich mir dann also die BLCS, die Easycover von Elna und die Juki MCS-1500. Und was soll ich sagen, die BLCS hat mir am wenigsten gefallen, das Teil ist dermaßen laut und klingt als hätte man eine Maschine aus dem Vorjahrhundert vor sich. Ganz Fehlerfrei lief der “Ferrari” unter den Covermaschinen dann trotz diverser Versuche der Verkäuferin trotzdem nicht – und das für schlappe 1300€ – nein Danke, da krieg ich ja drei für.

Obwohl ich die Elna ziemlich gut fand – Lautstärke gut, großer Durchlass, langsames Annähen möglich, keine Aussetzer beim Stoppen mit Nadel oben und lediglich eine leichte Verkürzung der Stichlänge beim Nähen über 6 anstelle von 2 Lagen – war mir das gute Stück einfach zu teuer. In Frage kamen bei einem Budget von 500€ nur noch zwei Modelle: Die Janome Cover Pro 2000 CPX und die Gritzner Coverstyle 4850. Schlussendlich hat der Preis und das Argument meines Liebsten, dass die Technik dahinter ja die gleiche wäre, zu der Gritzner geführt und was soll ich sagen – ich bereue nichts.

Frisch aus dem Karton geschlüpft – meine neue Gritzner Cover kam fix und fertig eingefädelt und eingestellt bei mir an.
Ein Paar Fakten zur Gritzner Coverstyle 4850

Die Gritzner Coverstyle gehört mit einem Preis von aktuell rund 350€ zu den günstigsten Covermaschinen. Mit dabei sind vier Konen Madeira Aerolock, ein Klarsichtfuß und das Handbuch “Meine Coverlock”. Eigentlich müsste es aber Coverstitch heißen – eine Coverlock ist nämlich Cover und Overlock in einem, also eine Kombimaschine. Tatsächlich steckt die Gritzner Coverstyle sogar in der Hülle einer solchen Kombimaschine, der Pfaff Coverstyle 4850. Der Name hat sich kaum verändert. Die Maschine hat einen großen Stoffdurchlass, den man bei anderen Modellen aus dem Hochpreissegment vergeblichst suchen kann. Einen Freiarm hat sie leider nicht, klitzekleine Nähstücke sollte man also besser noch vor dem finalen Zusammennähen mit Covernähten versehen.

Ein Hindernisparcours für die Cover

Covermaschinen sind berüchtigt dafür richtige Diven zu sein. Garnabrisse, Fehlstiche oder ein unschönes Stichbild können mal mehr mal weniger oft vorkommen. Das ist sowohl von Hersteller zu Hersteller als auch von Maschine zu Maschine unterschiedlich und tritt in allen Preisspannen auf. Ich hab so viel über das Vorkommen dieser Aussetzer gelesen, dass die Angst davor, nur Probleme zu haben, mich beinahe davon abgehalten hätte mir eine Cover zuzulegen.

Meine neue Cover möchte ich natürlich ausgiebig auf Herz und Nieren testen um ein gerechtfertigtes Urteil treffen zu können. Nachfolgend hab ich einige typische Anwendungsfälle, die zum Teil zu Problemen mit Fehlstichen oder Fadenabrissen führen können, aufgelistet. Sozusagen ein richtiger Hindernisparcours für die Cover.

1. Säume nähen
Was eine Cover auf jeden Fall können muss, sind elastische Saumabschlüsse. In diesem Fall sollte eine fehlerfreie Naht auf zwei Lagen Jersey oder Sweat entstehen können, ohne dass ich viel an den Einstellungen herumdoktern muss.

Kurzer Hand hab ich mir gleich einen Jerseyrest geschnappt und drauflos genäht. Auch hier sehen die Nähte richtig gut und gleichmäßig aus. Einziges Manko, am Nahtbeginn lässt sie immer ein Paar Stiche aus – damit kann man aber leben.

Erste Probenähte mit meiner neuen Cover. Die kleinen Pfeile markieren Fehlstiche zu Beginn der Naht. In der zweiten und dritten Reihe von Oben hab ich mehrfach angehalten und wieder losgenäht.

Manche Covermaschinen haben ein Problem damit, wenn man mitten in der Naht stoppt und die Nadeln nicht wieder im Stoff versenkt, ehe man weiter näht. Bei meiner Cover kann ich das nicht bestätigen.

Die Cover kann vier verschiedene Sticharten. Von oben nach unten: Die 3-Fäden-Covernaht, die breite 2-Fäden-Covernaht, die schmale 2-Fäden-Covernaht und den Kettstich.
Auch auf der Greiferseite sehen die Stiche super aus. Das Geradeausnähen muss ich aber noch ein bisschen üben.

2. Über Nahtkreuzungen covern
Manchmal möchte man zur Zierde zwei Covernähte überkreuzen und auch das sollte die Cover ohne zicken machen.

Die Gritzner Coverstyle lässt sich durch bereits bestehende Covernähte nicht beeindrucken.

3. Über eine Overlocknaht covern
Eine Cover sollte am Saum natürlich auch über die Seitennähte covern können ohne an der dicken Nahtstelle (2 Lagen Stoff + 2 Overlocknähte) Stiche auszulassen oder die Stichlänge zu verändern.

Bei zwei Overlocknähten übereinander hat die Gritzner dann schon eher Schwierigkeiten. Man muss schon sehr darauf achten, dass der Stoff nicht vor dem Nähfüßchen hergeschoben wird, ggf. auch mal kurz das Füßchen lüften damit sich nichts verzieht. Außerdem werden die Stiche auf der Overlocknaht gerne deutlich kürzer, Fehlstiche kamen bei mir aber nicht auf.

Beim quer über doppelte Ovinähte covern sieht das Stichbild nicht immer ideal aus. Mit ein bisschen Übung werden die Resultate aber deutlich besser.

Es macht übrigens einen Unterschied in welche Richtung die doppelte Ovinaht liegt. Die erste Ovinaht liegt so, dass die Nahtzugabe zuerst übernäht wird, die zweite genau andersrum. Wie man auf dem Foto ganz gut sehen kann, kommt es beider zweiten Ovinaht mit NZ vom Nähfuß weg zu Faltenbildung. Bei der roten Naht hab ich die Ovinäht besser mit den Fingern fixiert (etwas Zug zur Seite und leicht mitschieben) und die Stichlänge sieht schon viel gleichmäßiger aus.

3. Auf einer Overlocknaht covern
Covernähte sieht man neben dem Saum auch oft an Ausschnitten oder Teilungsnähten. Typischerweise wird erst der Stoff mit einer Overlocknaht verbunden und anschließend auf dieser Naht gecovert. Meine Gritzner hat damit überhaupt kein Problem. Keine Veränderung der Stichlänge, keine Fehlstiche, alles supi.

Dummerweise hab ich total vergessen von der Covernaht direkt auf der Overlocknaht Bilder zu machen.

4. Schlechte Garnqualität
Wenn man sich bei den günstigen Covermaschinen umhört, kommt das Thema auch immer wieder zu Fehlstichen und Co, wenn Garn mit weniger guter Qualität benutzt wird. Da ich zufälligerweise Overlockgarn von Lidl und Tedi da habe – meine W6 Overlock nimmt das nämlich ganz gerne – wollte ich das auch gleich mal ausprobieren.

Markengarn vs. Billigfaden auf Sweat. Madeira Aerolock in Weiß, Lidl Overlockgarn in Rot und Tedi in Türkis.
Auch die Greiferseite kann sich auf Sweat durchaus sehen lassen. 

Mit dem mitgelieferten Madeira Aerolock läuft meine Gritzner wie am Schnürchen, sowohl auf Baumwoll- und Viskosejersey als auch auf Sweat. Mangels mehr als 2 Garnkonen pro Farbe hab ich die anderen Garne nur mit zwei Nadeln getestet und das Madeira-Garn im Greifer gelassen. Auf dem Baumwolljersey mag die Gritzner das Billiggarn nicht ganz so gerne. Die Schlaufen auf der Unterseite sind zu locker und ein wenig ungleichmäßig, auf Sweat sehen die Nähte aber aus wie geleckt. Einen einzelnen Fehlstich hab ich mit dem Garn vom Tedi leider auch produziert aber ich habe sehr viel schlimmeres als ein etwas lasches Stichbild erwartet.

Covernähte mit unterschiedlichem Garn auf Baumwolljersey. Oben Madeira Aerolock in Weiß, Tedi Overlockgarn in Türkis und Lidl Overlockgarn in Rot. Der Pfeil markiert einen Fehlstich.
Oben hui, unten … naja nennen wir es mal verbesserungsfähig. Auch mit ein bisschen herumspielen an der Fadenspannung des zweiten Fadens zeigt sich beim Tedigarn keine Verbesserung.

Günstiges Garn ist also nicht immer schlecht, um Ärger zu vermeiden lohnt es sich aber ein Paar Probenähte zu machen. Übrigens muss man nicht von jeder Farbe gleich vier Konen kaufen, die Nadeln brauchen lange nicht so viel Garn wie der Greifer und theoretisch kann man sich dafür auch Garn auf Unterfadenspulen umspulen, so lang ist eine Covernaht ja in der Regel nicht.

Das erste Nähstück

Als erstes richtiges Nähprojekt für meine neue Cover hab ich mal wieder eine Boxershorts für meinen Freund ausgesucht, die werden immer gebraucht. Der Schnitt ist mein eigener und ist in Größe M auch kostenlos verfügbar. Die Buxe macht sich übrigens super als Inhalt für den Adventskalender oder zum Nikolaus.

Der erste Arbeitseinsatz für meine neue Cover waren die Beinabschlüsse von der Piratenbuxe.
Entgegen aller Befürchtungen liefert die Gritzner Coverlock 4850 tadellose Covernähte.

Mir sind meiner Meinung nach sogar super Covernähte gelungen. Die Stichlänge ist schön gleichmäßig und bei den Overlocknähten hab ich darauf geachtet die NZ nicht direkt aufeinander zu legen, sondern einen kleinen Einschnitt auf Saumhöhe gemacht und die NZ in verschiedene Richtungen geklappt. Dabei ist mir ein kleines Missgeschick passiert. Ich hab nämlich den Nähfuß angehoben und nicht darauf geachtet, dass die Nadeln im Stoff stecken und deswegen einen einzigen Fehlstich an der Innenbeinnaht. Naja egal – geht nicht weiter auf und an der Stelle sieht das eh keiner.

Ein kleines Missgeschick ist mir leider trotzdem passiert. Ist ja aber noch kein Meister vom Himmel gefallen, oder?
Fazit

Der erste Eindruck der Gritzner Coverstyle 4850 war durchweg gut und ich bin ganz ehrlich gesagt sehr angetan von der Leistung der Maschine, ich hatte nicht damit gerechnet, dass sie sich so gut macht. Die befürchteten Probleme mit Fehlstichen mitten im Nähstück und Fadenabrissen sind bei mir nicht aufgetreten. Natürlich kann man bei der günstigsten Cover auf dem Markt nicht davon ausgehen, dass sie jeden Anwendungsfall ideal meistert. Die ausgelassenen Stiche am Nahtanfang und eine veränderte Stichlänge beim Nähen über schmale, dicke Stellen, wie doppelte Overlocknähte, sind Dinge mit denen man sich bei dem Preis abfinden muss und die auch bei doppelt so teuren Maschinen nicht ausbleiben. Meiner Meinung nach kann man damit aber ganz gut leben indem man z.B. die ersten Stiche auf einem Stoffrest covert und doppelte Overlocknähte so legt, dass weniger Dicke vorhanden ist.

Die Gritzner ist auch nicht flüsterleise wie die Juki MCS-1500 oder die Elna Easycover. Mit etwa 74 dB bei Fullspeed kann man die Lautstärke eher mit einem Staubsauger oder einer Waschmaschine beim schleudern vergleichen. Sie braucht übrigens zum losnähen immer ein bisschen Bedenkzeit und brummt kurz vor sich hin, da muss man ein wenig aufpassen, dass man das Pedal nicht zu sehr durchdrückt, sonst rast sie los, sobald sie sich dazu entschieden hat.

Alles in Allem biete die Gritzner ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und ich kann sie nur weiter empfehlen.

Jeans nähen

Jeans nähen oder das aufwendigste Nähprojekt in meiner Nähkarriere

Oberteile hab ich schon in rauen Mengen genäht, vorwiegend Pullis, aber irgendwann reichen die einfachen Projekte nicht mehr aus und man möchte sich weiter entwickeln. So ist es zumindest mir ergangen. Schon länger begeistern mich die wildesten Variationen von T-Shirts und Pullis nicht mehr. Mit Röcken und Kleidern kann ich nicht so viel anfangen, ich bin mehr der Jeans-Typ. Davon habe ich aber nie mehr als 3 halbwegs passende im Schrank obwohl sie tagtäglich im Einsatz sind. Es ist nämlich verdammt schwierig eine gut sitzende Jeans zu finden – Ich habe jedes Mal an die 20 verschiedene Hosen an, wenn ich Nachschub brauche und dann sitzt die Beste meistens auch nur so mäßig. Was liegt da also näher als die Jeans selber zu nähen.

Schnittmuster suchen – Die Qual der Wahl

Ich hab mich also durch den Wald der Schnittmuster gewühlt und so einiges zu Tage befördert. Viele namhafte Anbieter sind auf den Jeans-Trend aufgesprungen. Closet Case Patterns hat mit der Ginger Jeans und der wahnsinnig guten Dokumentation des Schnitts extrem vorgelegt aber auch unter den deutschen Anbietern sind viele Schnitt wie z.B. die Skinnyjeans von Sewera, die My Denim Jeans von Muckelie oder die Skinny Fit Jeans von The Couture  zu finden. Wenn die fehlende Anleitung und die französische Sprache nicht stört können sogar die kostenlosen Schnitte 201 und 202 vom Jeanshersteller 1083 genutzt werden.

Ich hab im Schnäppchenfieber bei einer Makerist-Aktion zugeschlagen und die Schnitte von Muckelie und The Couture ergattert. Die My Denim Jeans von Muckelie ist für festere und die Skinny Fit Jeans für elastische Jeansstoffe ausgelegt. Das hat sich auch beim Kleben und Ausschneiden der Schnitte gezeigt, denn die My Denim Jeans ist deutlich größer, soll ja aber auch so, schließlich ist das eine Regular Fit Jeans und keine Skinny (Findet ihr die Namen auch immer so komisch? Regular, Straight, Skinny, Super Skinny und am besten noch gemixt…) Genäht hab ich dann die My Denim Jeans, weil ich selten in Skinny passe aufgrund meiner doch recht ausgeprägten Reiterschenkel und -waden. Außerdem mag ich es nicht so gerne, wenn eine Hose knalleng ist – ein bisschen Platz für das Mittagessen darf schon sein.

Aller Anfang ist schwer

Ich hab mich gefühlt ewig davor gedrückt mit der Jeans anzufangen, ist ja auch teuer, so ein Projekt. Knappe 2m Jeansstoff, Baumwollstoff für die Taschen, Cordonettegarn, Jeansknopf und Nieten, da kommt ganz schön was zusammen. Irgendwann hab ich mich dann doch aufgerafft und mich rangetraut und das nächste Hindernis hat direkt hinter der nächsten Ecke gelauert.

Schneiden, Stecken, Nähen und das Ganze von vorn

Beim selber nähen ist das ja immer so eine Sache mit der Größe, normalerweise komm ich ganz gut hin mit ausmessen und den passenden Wert aus der Größentabelle nehmen aber bei dieser Hose war die Probehose in 42 um einiges zu groß. Also das Ganze von vorn und eine in 38 genäht, aus dem allerbesten Ikea Bomull – sitzt, passt, wackelt und hat Luft. Naja fast, ein Paar Änderungen musste ich trotzdem noch vornehmen. Leider war die Anleitung zum Anpassen irgendwie eher dürftig. An dieser Stelle hab ich mich dann schon ein bisschen geärgert nicht ein kleines bisschen mehr Geld in die Hand genommen zu haben und die Ginger Jeans zu kaufen, die hat nämlich eine tolle Anleitung zum Anpassen und sogar ein Sewalong nach dem ich mich dann doch gerichtet hab. Übrigens kommt man beim Nähen einer Jeans nie-niemals-nicht daran vorbei die Hose an den eigenen Körper anzupassen. Jeder Stoff verhält sich anders, das ist nunmal leider so, deshalb wird man auch bei der 5. Jeans noch Änderungen vornehmen müssen.

Genau das hab ich natürlich nicht bedacht. Mein Jeansstoff ist ziemlich gut dehnbar und dass die My Denim Jeans eigentlich für einen wenig bis gar nicht elastischen Jeansstoff gemacht ist hatte ich auch kurzzeitig verdrängt. Festgestellt hab ich das natürlich erst nachdem ich schon feinsäuberlich alle Nähte mit schönstem türkisfarbenen Cordonettegarn doppelt abgesteppt hatte und mich super darüber gefreut hab, wie schön doch meine Jeans geworden ist. Tja, da hab ich mich zu früh gefreut, nix mit tolle Passform. Also wurde aufgetrennt und gesteckt und genäht und das wieder und wieder bis ein passables Ergebnis rauskam.

In meiner neuen Jeans fühl ich mich pudelwohl
Bei eisigen Temperaturen (seht ihr die Eisschollen auf dem Wasser?) hab ich meine Jeans ausgeführt
Der Kampf mit der Stoffdicke

Am Meisten habe ich tatsächlich beim Annähen der Gürtelschlaufen geschwitzt – kein Wunder bei 10 Lagen Jeansstoff. Mit dem dicken Cordonettegarn war das Annähen mit einem schmalen Zickzack, wie man es von gekauften Jeans kennt, absolut unmöglich. Auch das Handrad nutzen hat nichts gebracht, auf der Unterseite der Naht hat sich trotzdem ein undurchdringliches Fadenknäul gebildet. Schlussendlich hab ich die Fadenspannung gelockert und mit normalem Garn im Gradstich genäht. Das Rückwärtsnähen hab ich komplett vermieden indem ich den Stoff immer wieder gedreht hab.

Hier sieht man die schönen Ziernähte aber auch die Passformfehler, die ich gemacht hab.

So richtig perfekt ist die Jeans aber trotzdem noch nicht geworden. Sie ist immer noch ein kleines bisschen zu groß und wirft deshalb unterm Po Falten. Ich kann die Hose leider auch nicht ohne Gürtel tragen weil sie rutscht. Die Position der Taschen ist auch noch nicht so ganz ideal. Hier hab ich die Taschen aufgrund der Optik aber so ausgerichtet, dass die Ziernaht direkt in die Sattelnaht übergeht. Außerdem wandert die Hose beim Sitzen an den Waden hoch, aber rutscht nicht wieder nach unten.

Nichts desto Trotz bin ich stolz wie Bolle auf meine erste selbst genäht Jeans. Die Passform kann absolut mit gekauften Hosen mithalten, auch wenn nach Oben immer noch Luft ist. Die Hose ist mein liebstes Beinkleid und findet trotz absolut miserabler Stoffqualität selten den Weg in den Schrank.

Besonders stolz bin ich auf die kleinen Details.

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Boxershorts für den Liebsten – Freebie

Freebook Boxershorts für Männer

Es ist mal wieder an der Zeit ein Paar Stoffreste los zu werden, da passt es mir ganz gut, dass mein Liebster grade ein Paar neue Boxershorts braucht.

Boxershorts Schnittmuster

Ich hab schon früher Boxershorts nach dem Schnitt von MDO&B für meinen Freund genäht und die trägt er auch viel und gerne. Ein Paar Kritikpunkte gibt es bei dem Schnitt aber dennoch. Für ihn ist im Schritt zu wenig Stoff wodurch sich die Beine beim Laufen hochrollen.

Was macht eine ambitionierte Näherin dann? Genau – Sie schnappt sich eine gekaufte Boxershorts und nimmt den Schnitt ab. Entstanden sind dabei diese beiden Stücke.

Boxershorts
Boxershorts nach eigenem Schnitt mit Gummi im Bündchen.

Zum Glück sieht man auf dem Bild nicht so richtig, dass die Schwäne rosa sind. Laut meinem Liebsten macht der tolle Sitz das etwas fragwürdige Muster aber wett.

Selbstgenähte Boxershorts
Hier habe ich mich doch einmal an einem klassischen Wäschegummi und doppeltem Einsatz versucht.

Zu meiner Verteidigung, ich nähe ja eigentlich nur für mich und kaufe Stoffe auch so gut es geht nur in der Menge die ich brauche, dementsprechend ist die Auswahl an Reststücken, die groß genug für solche Projekte sind, ein wenig beschränkt und vorwiegend feminin.

Keine Innennähte

Damit auch ganz bestimmt keine Naht scheuert hab ich komplett auf Innennähte verzichtet und stattdessen falsche Covernähte mit der Overlock verwendet. Dafür werden die Stoffe nicht wie gewohnt rechts auf rechts sondern links auf links mit der Overlock vernäht und die Naht dann zu einer Seite geklappt und knappkantig festgesteppt.

Gummi im Bund

Typischerweise werden bei Boxershorts ja immer gerne breite Gummibänder direkt angenäht, allerdings ist die Auswahl der Gummis in den Nähgeschäften meistens ziemlich mau, was weiche Wäschegummis angeht. Sterne passen einfach nicht zu allem. Stattdessen nehme ich gerne ein 2cm breites Einziehgummi (2m für 0,75€ bei Tedi) das zusammen mit dem Bündchen festgenäht wird. Dabei habe ich das Messer der Overlock weggeklappt um zu verhindern, dass das Gummi zerschnitten wird. Auf diese Weise kann sich das Einziehgummi nicht verdrehen.

Bei uns hat die “Buxe” den Praxistest jedenfalls bestanden und es werden sicherlich mehr folgen.

Freebie für euch

Ich hab mir im Netz die Finger wund gesucht um ein Freebook oder zumindest ein kostengünstiges Ebook für eine anliegende Boxershorts zu finden, aber in der Hinsicht herrscht im Netz gähnende Leere. Damit euch das nicht passieren muss, stelle ich euch hier das Schnittmuster kostenlos zur Verfügung, allerdings nur in M, der Größe meines Liebsten. Für einen Mehrgrößenschnitt fehlt mir grade einfach die Zeit und Erfahrung.

kostenloses Schnittmuster “Buxe (M)” (entspricht der Konfektionsgröße 50 oder der Wäschegröße 5, Bundweite 88cm, Hüftumfag 102cm)

Boxershorts Schnittmuster
Das Schnittmuster besteht aus nur 3 Teilen und die 4 Seiten sind schnell zusammengeklebt.
Schnittteile
Mit einer Hinterhose, 2 Vorderhosenteilen und 2 Einsatzteilen sind die Teile schnell zugeschnitten. Zusätzlich wird noch ein Gummiband benötigt.

Fühlt euch frei, die Buxe nach zu nähen und auch gerne zu zeigen, ich würde mich jedenfalls freuen zu hören, ob die Boxershorts auch wo anders passt und was ihr aus dem Schnitt macht.

Material für eine Boxershorts in M
ca. 40cm x VB Jersey
ca 5cm x VB Bündchen (70cm Schlauchware)
ca 65cm Einziehgummi

Schnittmuster
kostenloses Schnittmuster “Buxe (M)”  (entspricht der Konfektionsgröße 50 oder der Wäschegröße 5, Bundweite 88cm, Hüftumfag 102cm)

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Schnittmustermix beim Hoodies nähen

Herbstzeit ist Hoodiezeit, und weil ich Standardschnitte meistens langweilig finde, bin ich in die Tiefen meines Sammelsoriums an Schnittmustern abgetaucht und habe wild kombiniert.

Bjelle-Pullee

Der Pulli Bjelle von Mamili1910 schlummert bestimmt schon fast ein Jahr lang in den Tiefen meiner Schnittmusterbibliothek, genauso geht es auch dem Lady Pullee von Nipnaps. Irgendwie konnte ich für beide nicht die Motiviation, geschweige denn den richtigen Stoff finden, aber irgendwie hat es mich am Wochenende überkommen – Ich bin im Hoodiefieber.

Kurzerhand hab ich mir Papier und Stift geschnappt und in mühsamer Handarbeit die Schnittmuster vom Bildschirm abgezeichnet – Die Druckerpatrone war mal wieder leer, aber wer schön sein nähen will, muss leiden. Der Grundschnitt meines neuen Kuschelpullis ist der Pullee, Ausschnitt und Kapuze sind vom Bjelle.

Während des Nähens gefiel mir mein Werk zuerst überhaupt nicht. Mir sind so viele Dinge ins Auge gefallen, die mich gestört haben. Hier fast zu eng, da zu kurz und die Farbe ist doch nicht so meins. Zwischendurch wäre er auch fast direkt in der “Kiste der Schande” gelandet, weil zusätzlich auch noch der Stoff eine miserable Qualität hat und sehr leicht ausreißt. Ich war furchtbar enttäuscht…. Und dann hab ich die Ösen gesetzt und die Kordel eingezogen und hab mich endlich in dem Pullee zuhause gefühlt.

Hoodie-Herbst: In meinem kuscheligen Bjelle-Pulle wird mir bestimmt nicht kalt

Ein Paar kleine Kritikpunkte habe ich dennoch. Zum einen finde ich den Übergang von der Kapuze zum Schnitt nicht schön. Die Kapuze wird einfach passend angesetzt. Auch wenn man das nicht zwangsläufig sieht, gefällt es mir nicht, wenn man Innennähte evtl. sehen könnte.

Der Ausschnitt des Bjelle vom Nahen. Der “unschöne” Übergang von Ausschnitt und Kapuze sind gut zu erkennen.

Zum anderen ist die Bauchtasche vom Pullee einfach viel zu klein und irgendwie unpraktisch. An den Seiten ist keine Erhöhung, damit nichts rausfallen kann und ich würde es nicht wagen etwas anderes als meine Hände in die Tasche zu stecken, aus Angst, dass es heraus fallen könnte.

Seht ihr, wie schmal und flach die Tasche ist? Nicht einmal mein Handy passt sicher dort hinein – Ich finde das schade.

Trotzdessen gefällt mir meine Kreation sehr gut. Der Pulli ist herrlich warm und kuschelig – genau das richtige für kalte Herbst- und Wintertage.

Wenn die frische Brise an der Nordsee mitspielt gibt es richtig schöne Schnappschüsse.

Habt ihr schon einmal verschiedene Schnitte kombiniert? Was sind eure liebsten Schnittmustermixe?

Schnitte:

Bjelle von Mamili1910
Lady Pullee von Nipnaps

Material:

1.5m petrolfarbener Wintersweat vom Stoffmarkt
0.5m blau-weißer Jersey vom Tedox
10 Ösen, Vlieseline H250 und ca. 0.7m schwarze Kordel

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Nähzeit am Wochenende

Plotten ohne Plotter

Wer braucht schon einen Schneidplotter?

Schon länger schlummerte in mir der Wunsch, meine Nähwerke mit diesen tollen sogenannten “Plots” zu verschönern und jetzt habe ich mich endlich auch einmal daran versucht – trotz fehlendem Plotter. Es geht nämlich auch ohne! Fürs Plotten ohne Plotter braucht man nur ein wenig Geduld!

Ich zeige euch hier eine Step by Step-Anleitung, mit der ihr in 6 einfachen Schritten auch ohne Plotter plotten könnt!

Mein selbstgenähter und fertig beplotteter Beutel
Was ist überhaupt ein Plotter und ein Plot?

Hier ist von einem Schneidplotter die Rede, der mithilfe von Messer oder Laser ein Motiv in eine Folie schneidet, die dann aufgebügelt werden kann. Dieses Motiv ist ein Plot.

Eine tolle Übersicht über einen Einstieg ins Plotten findet ihr bei Alles für Selbermacher.  Dort gibt es eine schöne Zusammenfassung über das benötigte Zubehör und die Funktionsübersicht von Plottern.

Der Unterschied zwischen Plotterfolie und der Bügelfolie zum Bedrucken liegt natürlich zum einen daran, dass beim Plotten das Motiv ausgeschnitten und dann aufgebügelt wird, während die Bügelfolie eben nur bedruckt wird. Vor allem beim Waschen der beplotteten/bedruckten Textilien ist ein Unterschied erkennbar: Ersteres verträgt rund 80°C, während Bügelbilder nur bei 30°C gewaschen werden sollten.

Plotten ohne Plotter

Beim Plotten ohne Plotter nutze ich die Folie, die normalerweise zum Plotten benutzt wird. Da mir aber das Gerät fehlt, dass den Plot ausschneidet, muss ich es selbst ausschneiden – mithilfe von Schere und Cuttermesser. Das kann ganz schön viel Arbeit sein, aber auch meditativ wirken.

Aller Anfang ist schwer: Meine Materialbeschaffung

So ganz einfach war es  nicht, alle nötigen Materialien dafür zusammen zu kriegen. Das fängt schon mit der Folie an: Bei Amazon bekommt man zwar Flexfolie oder Flockfolie, leider aber nur in größeren Paketgrößen und ich wollte doch nur mal ausprobieren, wie das mit dem Plotten funktioniert.

Nach ausgiebiger Recherche habe ich mich entschieden, meine Folie bei kreativmanufaktur.bayern zu bestellen und hab es auch nicht bereut. Zu den 5 DIN A4 Bögen Flexfolie, die ich bestellt hab, kamen noch 5 Teststreifen von der Flexfolie (ca. 30x8cm) dazu – einfach so.

Als weiteres Werkzeug benötigt man noch ein Skalpell. Laut Internet hätte würde man die in jeder Apotheke für’n Appel und’n Ei bekommen – denkste. Ich hab in 4 Apotheken danach gefragt und keine hatte Einmalskalpelle vorrätig. Ich musste mich dann geschlagen geben und doch ein teureres Bastelskalpell kaufen, schließlich lag die Folie schon Zuhause auf dem Tisch und meine Neugierde wollte gestillt werden.

Außerdem sollte man noch eine Schneidunterlage haben. Das kann ein einfaches Brett, die gute Schneidematte oder auch eine kleinere Schneidematte sein.

An die Folie, Fertig, Los!

Das braucht ihr zum Plotten ohne Plotter:

  • Flex- oder Flockfolie
  • Skalpell zum Ausschneiden und Entgittern
  • Schneideunterlage
  • Bügeleisen
  • Backpapier
  • Textilstück, das beplottet werden soll
  • Vorlage (Freihand oder Schablone)
plotten ohne plotter austattung
Mit geplantem Motiv oder Schriftzug, Folie, Schere, Skalpell und Klebefilm kann das Ausschneiden losgehen.

1 ) Wenn man sich eine Vorlage ausgesucht hat, kann es auch schon losgehen. Ich habe mich für die URL unseres Blogs entschieden, die ich auf einen selbstgenähten Beutel plotten möchte.

Wichtig ist, dass man die Vorlage gespiegelt ausdruckt oder aber zum Abzeichnen auf links dreht, weil man von der Folienseite (matt) aus zuschneidet und diese dann später direkt auf den Stoff kommt.

Motiv mit Tesa fixieren und dann vorsichtig anfangen zu schneiden.

2) Ich fixiere dann die gespiegelte Vorlage großzügig mit Klebeband auf der Folie und schneide dann mit viel Geduld und einer ruhigen Hand zu.

Das Schneiden der Folie sollte man vorher evtl. an einem Probestück üben, da die Trägerfolie ja nicht mit durchgeschnitten werden soll.

Zum Entgittern wird das Skalpell vorsichtig unter die Folie geschoben.
Hier wird die Folie zum Entgittern vorsichtig mit dem Skalpell angehoben.

3) Hat man alle Linien geschnitten, geht es daran das Bild zu entgittern – also den Plot von der übrigen Folie zu trennen. Dazu wird die Spitze des Skalpells vorsichtig unter die Teile vom Bild geschoben, die nicht auf den Stoff sollen, und dann die Folie vorsichtig abgezogen.

Ein Teil des Schriftzuges ist fertig entgittert.

Tada – Fertig ist der Plot.

Der Plot wird mit der Klebeseite nach unten auf den Beutel gelegt. Dann wird gebügelt!

4) Jetzt geht es ans Bügeln! Dafür benötigt man neben Bügelbrett und -Eisen einen Zuschnitt Backpapier.

5) Das Backpapier wird auf den Plot gelegt. Das Bügeleisen wird auf “Baumwolle” gestellt. Wenn es heiß ist, das Eisen auf den Plot und das Backpapier stellen und mit viel Druck 20 Sekunden (nach Herstellerangaben) heiß werden lassen.

Die Folie muss vorsichtig abgezogen werden.

6) Dann den Plot kurz auskühlen lassen und die Folie vorsichtig abziehen, solange sie noch warm ist. Fertig ist das beplottete Kunstwerk!

Fertiger Beutel: Das Schnittmuster dafür stammt übrigens aus dem Buch “Skandinavische Mode selbst gemacht”.

Wie gefällt euch mein Beutel und wie findet ihr meine Anleitung? Habt ihr selbst schon einmal geplottet oder besitzt ihr sogar einen Plotter? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

 

Selbst genähtes für untendrunter

Mittlerweile kaufe ich fast gar keine Kleidung mehr im Laden, eine Ausnahmen machen da Schlüppis und Socken – bis jetzt, denn ich hab mich an Unterwäsche getraut.

Kennt ihr die wünderschönen Unterwäscheschnittmuster von Evie la Luve? Ich hab mir ihren Schnitt Esme abgeguckt und selber aus dem Freebook Eve von Pattydoo einen “eigenen Schnitt für die Esme gebastelt. Dabei war mir das Nähvideo für die Esme und insbesondere ihre Abwandlung eine große Hilfe.

Ausgetobt mit wilden Mustern

Als erstes hab ich aber natürlich die Eve ausprobiert. Auch für die Eve gibt es ein Nähvideo in dem ein wirklich guter Tipp, nämlich das Aufrollen von Vorder- und Hinterteil zum Einnähen des Zwickels, gezeigt wird. Beim Nähen war ich ganz erstaunt, wie schnell so ein Schlüppi genäht ist, innerhalb von nicht einmal einer halben Stunde hat man einen niegel-nagel-neuen Schlüppi in den wildesten Mustern vor sich liegen. Neben dem neuen witzigen Kleidungsstück hat das Nähen von “kleinen” Dingen, wie Unterhosen, Socken und ähnlichem Firlefanz noch einen weiteren Vorteil – der Resteberg wird kleiner. Bei mir haben sich in ca. 2 Jahren aktivem Nähen mittlerweile drei Kisten  à 45l angesammelt und ich kann immernoch nicht aufhören Stoffe zu kaufen, geschweige denn mich dazu überwinden kleine, und damit meine ich wirklich kleine, Stoffreste zu entsorgen.

Meine Probe-Eve ist aus einem der wohl witzigsten Stoffe, die ich je verarbeitet habe, einem mintgrünen Jersey mit kindlichem Katzenmuster, aus dem ich zu Weihnachten eine Snugglehose genäht und verschenkt habe – den Stoff hat sie sich selbst ausgesucht. Was macht man also mit den Resten – richtig, man näht ein Paar Unterhosen und wer hier genau hinsieht entdeckt vielleicht auch den Fehler, den ich begangen habe.

Katzenschlüppi Eve inklusive Nähfehler

Die Eve hab ich in Größe 38 [HU ~100cm] genäht. Beim ersten Anprobieren passte sie super, aber je länger ich sie getragen hab, desto weiter wurde sie. Die nächste kommt dann mindestens eine, wenn nicht sogar zwei Nummern kleiner. Allerdings ist der Allerwerteste mit der Eve ein wenig knapp eingepackt, das stört mich aber herzlich wenig.

Spitzenschlüppi selbstgemacht

Jetzt aber zu meinen Abwandlungen. Die Esme von Evie la Luve hat keinen extra angenähten Zwickel sondern besteht aus einem Stück mit Verstärkung Innen, also hab ich den Zwickel von der Eve an das Vorderteil gebastelt um diesen Effekt zu bekommen. Außerdem hab ich den Übergang von der Vorderhose zu den Hinterhosen verschmälert, ca. 10cm verlängert und spitz zulaufend überlappen lassen, sowie die Kante, die später über dem Po verläuft begradigt. Das ist nötig damit man diese Kante später gut an die extrabreite (mindestens 20cm) elastische Spitze anlegen kann und die schöne Spitzenkante als Abschluss hat.

Hier einmal zum Vergleich, die beiden Schnittmuster …. hups, da hab ich bei der Esme ja glatt die Zwickelverstärkung auf dem Bild vergessen.

Schnittmuster Eve
Schnittmuster DIY Esme

Was ich natürlich nicht bedacht hab, ist dass die Spitzenkante der Hinterhose so bündig wie möglich abschließen muss damit man einen schönen Übergang hat. Ich musste die Spitze zwei Mal wieder abtrennen und neu annähen (nagut einmal weil ich beim Kürzen der Nahtzugabe etwas zu großzügig war und in die Naht geschnitten hab).

Nun möchte ich sie euch nicht weiter vorenthalten, die Tragebilder erspare ich euch aber lieber ….

Meine DIY-Esme von Vorne
… und von Hinten

Schnittmuster: Freebook Eve von Pattydoo

Stoffverbrauch: ca. 35cm (Esme)/ 25cm (Eve) Jersey, jeweils 75cm Falzgummi und ca. 80cm elastische Spitze

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RUMS

Probenähen Betty Butterfly

Meinen neuen Rock hatte ich hier ja schoneinmal ganz kurz gezeigt, jetzt möchte ich aber nocheinmal anständig berichten.

Ich dachte eigentlich beim Nähen hätte ich bis auf Covern schon alles gemacht aber da hab ich mich geirrt, denn auch bei diesem Projekt konnte ich Neues ausprobieren. Einerseits habe ich zuvor noch nie so etwas wie Voile vernäht, andererseits habe ich die Rollsaumfunktion von meiner Overlock noch nie benutzt. Das waren also gleich zwei Premieren auf einmal.

Rollsäumen stand ich bisher immer eher skeptisch gegenüber, das hat sich aber schlagartig geändert als ich die erste Probenaht auf der Voile gemacht hab. Meine W6 hat einen wunderschönen gleichmäßigen Rollsaum gezaubert und ich bin hellauf begeistert davon, nur das Umbauen der Maschine ist ein bisschen nervig. Man benötigt nur die rechte Nadel für den Rollsaum, die Linke wird also ausgebaut. Die Fadenspannungen werden auf “0-4-2-7” eingestellt. Dann wird das Messer weggeklappt, die Maschine auf “R” für Rollsaum gestellt, die Stichlänge ebenfalls auf “R” gestellt und ggf. noch der Differentialtransport angepasst. Die letzten beiden Einstellungen hab ich natürlich nicht gemacht (wer liest schon Betriebsanleitungen?) deswegen ist mein Rollsaum auch eher einer feine Art des Versäuberns geworden anstelle des klassischen rüschigen Rollsaums. Macht nix, ich mag meinen Rock auch so.

Meine positiven Erfahrungen mit dem Rollsaum werden allerdings ein wenig von den negativen mit der Voile überschattet. An sich wäre der Rock innerhalb von 30 Minuten genäht gewesen, aber dieser blöde rutschige Stoff hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nur für sich gesehen ließ er sich ja ganz gut verarbeiten, aber sobald es daran ging, die beiden Schichten mit dem Bündchen zu vereinen, ging gar nichts mehr. Munter hab ich drauflos genäht um dann zu sehen, dass die mittlere Lage, also eben diese blöde Voile, nur an ein paar Stellen mit in der Naht war und ich habe wirklich vorsichtig genäht und darauf geachtet, dass alle Schichten bündig liegen. Für den Tag war es das dann erstmal mit meiner Nählaune und der Rock ist erstmal in der nächsten Ecke gelandet. Am nächsten Morgen hab ich mich dann wenig motiviert ans Auftrennen der Overlocknaht gemacht, Voile und Jersey erst mit der Nähmaschine verbunden und erst danach das Bündchen mit der Overlock angenäht, zum Glück mit Erfolg.

Schnittmuster:
Betty Butterfly von Katjuschka
Stoff:
schwarzer Jersey, 1m (Tedox)
schwarze Voile, 1m (Tedox)
Schwarzes Bündchen, 15cm

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“Betty Butterfly” und Verlosung des Schnittmusters

Nach langer Funkstille melde ich mich auch mal wieder zurück und zwar mit dem Rock “Betty Butterfly” von Katjuschka. Ich hatte das große Glück und durfte bei ihrem Probenähen mitmachen. Und jetzt darf ich sogar ein Exemplar des eBooks, das am Samstag erscheint, verlosen.

Der Rock ist ein Wickelrock für uns Damen und besteht aus drei Teilen, die sich nach Belieben kombinieren lassen. So kann man z.B. einen ganz schlichten Rock ohne Wickeleffekt nähen indem man für Vorder- und Rückseite das gleiche Schnittteil nimmt, einen einfachen Wickelrock ohne Raffungen oder wie ich mit Raffungen, mehrere Lagen und sogar einen Wenderock aus dem Schnitt machen.

Betty ist ein wahnsinnig wandelbarer Rock, von chic über lässig bis hin zu mädchenhaft verspielt und total verrückt haben die Probenäherinnen alles abgedeckt. Der Schnitt ist zwar für Jersey konzipiert, lässt sich aber aus fast allen Materialien nähen, von Webware über Mousselin und Spitze bis hin zu Jersey und Sweat war alles dabei.

Um am Gewinnspiel teilzunehmen einfach einen Kommentar hinterlassen. Da ich ein bisschen spät bin, ist es ein kleines Blitzgewinnspiel und endet morgen Samstag den 05.08. um 12 Uhr.

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer damit einverstanden, im Gewinnfall namentlich und hier auf der Facebook Seite veröffentlicht zu werden. Der Gewinner muss 18 Jahre alt sein und sich innerhalb von 48h melden, ansonsten verfällt der Anspruch. Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden.

Schaut doch mal bei Katjuschka und den anderen Probenäherinnen vorbei, sie haben wirklich tolle Röcke gezaubert und auch dort habt ihr die Chance das Schnittmuster zu gewinnen.

Und weil ich mich wahnsinnig freue, endlich meinen Rock zeigen zu dürfen, geht es damit zum Freutag.

Von Ankern, Applikationen und Jersey-Schrägband

In Kiel gab es schon ein Paar wirklich schöne wärmere Tage, daher wird es jetzt trotz wieder eisiger Temperaturen Zeit für die Sommergaderobe. Klassische T-Shirts aus nur einem Stoff hab ich schon genug also sollte dieses Mal was neues ausprobiert werden.

Das Kimono-Shirt ist ein Freebie von iCandy handmade, allerdings nur in Größe M zu haben und enthält keine Naht oder Saumzugabe. Ich hab mir den Schnitt an der Taille ein bisschen schmaler gemacht und Vorder- und Rückteil gleich lang zugeschnitten. Zwischen den beiden Schnittteilen hab ich eine Fake-Paspel eingenäht (ein 2cm breiter Jerseystreifen, der gefaltet zwischen die Stoffschichten gelegt wird) und diese noch auf der Rückseite mit der schmalen Zwillingsnadel festgesteppt. Auf dem Rücken hab ich in der Mitte einen kleinen Schriftzug appliziert.

Der Kampf mit dem Einfassband

Ich hab bisher nur klassische Bündchen genäht und wollte immer schon mal Jersey-Schrägband ausprobieren. Einmal und nie wieder – ich hab den Ausschnitt zwei Mal wieder auftrennen müssen, bis es einigermaßen akzeptabel aussah. Ich hab es einfach noch nicht so richtig raus, wie lang das Bündchen für diese Ausschnittversion sein muss. Ich glaube das ist sehr materialabhängig, je weicher das Material, desto kürzer muss das Bündchen zugeschnitten werden.

Beim ersten Versuch hab ich das Bündchen genauso lang wie den Halsausschnitt zugeschnitten – was für ein Desaster. Viel viel viel zu lang zudem verliert der Stoff durch das doppelte Annähen an Elastizität und steht ganz grauenhaft ab.

Für den zweiten Versuch hab ich mein Halsbündchen auf die klassische Bündchenlänge, sprich Ausschnittlänge mit 0,7 multipliziert, gekürzt. Das sah schon viel besser aus, aber zufrieden war ich damit trotzdem nicht. Nachdem ich dann noch einmal 5cm von der Länge abgenommen und einmal mit ordentlich Dampf drüber gebügelt hab hat das Shirt das Attribut “vorzeigbar” verdient.

Ist das Kunst oder kann das weg

Um das Shirt noch ein wenig aufzupeppen hab ich mich das allererste Mal an Applikationen versucht. Das Vliesofix hatte ich schon irgendwo liegen – aber wo nur? Ah, direkt vor meiner Nase.

Den Schriftzug hab ich direkt in Word erstellt (Schriftart: Master of Break) und mir über die Schriftart-Optionen nur den Umriss der Schrift anzeigen lassen.

Einmal für die Vorlage abgepauscht und nochmal spiegelverkehrt auf die Papierseite vom Vliesofix gemalt. Der Schritt hätte ich mir eigentlich sparen können und einfach nur das Vliesofix etwas größer als meine Schablone ausschneiden können, aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Das Ganze dann zuerst auf den roten Stoff und dann auf die Rückseite von meinem Shirt aufgebügelt, die Papierschablone darauf festgesteckt und dann immer schön ordentlich auf der Linie genäht – naja gut, zumindest hab ich mir die größte Mühe dabei gegeben. Dazu hab ich den ganz normalen Geradstich mit Stichlänge 1 benutzt. Zu guter letzt hab ich den überstehenden Stoff außenherum mit einer scharfen spitzen Schere, bei mir kommt dazu eine zweckentfremdete Nagelschere zum Einsatz, weggeschnitten – und natürlich auch ein winziges Loch in meinen Stoff geschnitten, macht nichts, sieht da eh keiner. Die Schnörkel zwischen den Buchstaben bekommt man übrigens unfallfrei freigestellt indem man den Kopf einer Stecknadel zwischen die beiden Stoffschichten schiebt und so das Vliesofix wieder löst bevor man schneidet.

Für schönere Säume

Einen kleinen Trick hab ich noch in petto. Beim Säumen hat man doch an den Seitennähten immer diese beuligen Stellen, weil man an der Stelle nicht 2 sondern 6 Schichten Stoff hat, wenn man die Nahtzugabe zu einer Seite klappt. Man kann die Dicke reduzieren, indem man auf Höhe der Falz einen Einschnitt in die Nahtzugabe macht und diese dann zu beiden Seiten klappt. Das näht sich leichter und fühlt sich auch schöner an.

Schnitt: Fun Summer Tee von iCandy handmade, an der Taille schmaler gemacht

Stoff: Anker-Jersey und weißes Bündchen von Tedox
blauer und roter Jersey von Karstadt

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Pulli-Parade

Ich liebe Pullis. Mit Kapuze oder Kragen, mit und ohne Taschen, in jeglichen Variationen. Bei mir kommen auch definitiv keine gekauften Pullis mehr in den Schrank, es geht einfach nichts über selbstgenähte.

Ich liebe meine Pullis viel zu sehr um mich für einen einzigen entscheiden zu können, deshalb zeig ich sie jetzt einfach alle beim Jahres sew along im März: Lieblingshoodie.

No. 1 – Einfach Spitze

Mein erster Hoodie, ein LadyHood Rockers von mamahoch2, ist Mitte letzten Oktober entstanden und noch eins meiner ersten Kleidungsstücke. Ich hab diesen wunderschönen Pulli auf DaWanda entdeckt und es mir in den Kopf gesetzt das gute Stück nachzunähen. Ja-ha, denkste. Dieser Pulli hat mich echt Nerven gekostet. Das Colorblocking passte im ersten Anlauf natürlich nicht aufeinander, geschweige denn im Zweiten, schlussendlich ist der Pulli “aus Versehen” von einer 40 auf eine 38 geschrumpft damit es zumindest halbwegs aufeinander passte.

Das nächste Desaster ließ nicht lange auf sich warten. Auf der einen Schulter war die Spitze aus der Naht gerutscht, auf der anderen bereits nach kurzer Zeit gerissen und allgemein hat die elastische Spitze, die ich verwendet hab, eine wahnsinnig schlechte Qualität. Sie zieht extrem viele Fäden. Vom Weiten sieht der Hoodie immer noch richtig toll aus, vom Nahen aber ist es nach etlichen Waschgängen leider nur noch ein fusseliges Etwas. Egal, ich liebe ihn trotzdem.

No. 2 – Grau in Grau

Auch der zweite Hoodie ist ein LadyHood Rockers. In der Zwischenzeit hatte ich angefangen hier in Kiel in einem Stoffgeschäft zu arbeiten und der Sweatshirtstoff hat mich wochenlang aus dem Regal heraus angelächelt, ehe ich mich dann doch dazu durchringen konnte. Ich hatte einfach sehr lange Bedenken, dass das Muster viel zu wild für einen Pullover ist – War wohl doch grundlos.

Diesmal ein Pulli ohne Pleiten, Pech und Pannen, dafür aber mit gepfuschtem Kapuzeninnenleben, das war in seinem vorigen Leben nämlich eine Hose.

LadyHood Rockers Pullover Sweatshirt

Der LadyHood Rockers geht mir leicht von der Hand, mit der Overlock ist das Zusammennähen ein Kinderspiel und in einer dreiviertel Stunde geschafft. Noch besser würde es gehen, wenn man zumindest ein Passzeichen für die Schulternaht auf dem Ärmel hätte, es geht aber auch so. Die Passform des Hoodies gefällt mir eigentlich ganz gut (hier eine 40, die ich an den Seitennähten jeweils noch zweimal um die Nahtbreite der Overlock, also ca. 1,2cm, gekürzt hab). Einzig störend finde ich, dass unter den Armen irgendwie zu viel Stoff ist. Ich glaube der Schnitt ist einfach für Frauen mit mehr Oberweite konzipiert.

No. 3 – Ein bisschen Farbe bitte

Darf ich vorstellen: meine Lady Hennja von Mamili1910. In Hoodies nähen hatte ich mittlerweile genug Übung, das dachte ich zumindest. Doch dann kam Hennja. Was hab ich geflucht … und geschimpft und gezetert.

Es fing schon mit der Platzierung der Reißverschlusstaschen an. Der Schneiderkreidestift wollte nicht so wie ich, der Trick-Marker ist übers Wochenende auf der Vlieseline verschwunden (ja, das soll er auch, ich hatte nur nicht erwartet, dass das Zeug so gut funktioniert) und die H250 Vlieseline ist mir irgendwie doch zu steif zum Verstärken von Sweat und Jersey. Trotz gewisser Startschwierigkeiten sind die Taschen doch ganz gut geworden – naja bis auf die Tatsache, dass sie falsch herum auf gehen. Macht nix, weis ja keiner, dass das nicht so gehört.

Weiter ging es dann mit dem Reißverschluss um die Kapuze. Feinstsäuberlich abgesteckt und trotzdem hat der Nähmaschinenfuß den Sweatshirtstoff verschoben, so dass am Ende nichts mehr passte. Auch beim Annähen des Kapuzenfutters aus Jersey ist es eher noch schlimmer geworden, sogar eine kleine Falte hat sich eingeschmuggelt. Die Lösung des Problems von Reißverschlüssen auf elastischen Stoffen nennt sich Stylefix bzw. Wonder Tape (wasserlöslich). Wird im ebook übrigens auch empfohlen, aber ich dachte, ich würde es auch so hinkriegen – Da hab ich mich wohl mal wieder geirrt, aber aus Fehlern lernt man ja bekanntlich.

Als nächstes war das Annähen des Kapuzeninnenfutters auf die “schöne” *hust* Art dran. Das sollte man nämlich um die Nahtzugabe der bereits bestehenden Naht zwischen Pulli und äußerer Kapuze legen und feststeppen. Das war eine äußerst friemelige und rutschige Angelegenheit und sieht im Endergebnis auch nicht so toll aus, wie gehofft.

Lady Henna Sweatshirt Pullover Hoodie nähen

Der Schnitt sitzt im Allgemeinen lockerer als der LadyHood Rockers, was mich im Nachhinein dann doch irgendwie stört, ich mag es tailliert. Dass die Kapuze nicht ganz zu geht, ist von den Schnittmachern so gewollt, ich hätte es dann aber doch ganz gern so gehabt, vielleicht ja beim nächsten Mal, wobei ich dabei den Reißverschluss um die Kapuze weglassen würde und nur den kleinen Zierreißverschluss auf der Brust nähen würde.

No. 4 – Mit dem Strom geschwommen

Im Laden sind über den Winter gefühlt jeden Tag mindestens fünf Frauen im Laden gewesen um Stoff für die Nelly von pattydoo zu kaufen und da sich von den vorigen Pullis so langsam Reste angesammelt haben, die sich perfekt für einen Patchwork-Pulli eigneten, musste ich den Schnitt ja dann doch ausprobieren. Man will ja mitreden können.

pattydoo Nelly nähen

Was soll ich groß zur Nelly sagen, Größe 38 genäht, bisschen kurz für meinen Geschmack aber passt. Verlängern wäre mir beim der Patchwork-Pulli auch einfach zu umständlich geworden.

No. 5 – Einmal Raglan bitte

Nach den vielen normalen Hoodies wollte ich auch mal einen Raglan-Pulli haben und die Amy von pattydoo (bekommt man, wenn man sich zum pattydoo Newsletter anmeldet) hat noch in den Tiefen meines Computers geschlummert. Ausgedruckt, Größe 38 ausgeschnitten, für viel zu groß befunden und großzügig verändert. Am Bruch hab ich 1,5cm weggeschnippselt, die Taille auf Größe 32 zurückgestutzt und die Ärmel verlängert. Tatarata – meine Schwalben-Amy.

pattydoo Amy nähen Raglan-Pulli

Schnitte:
LadyHood Rockers von mamahoch2
Lady Hennja von Mamili1910
Nelly von pattydoo
Amy von Pattydoo